Brixen: Schüler stellen Waffen mit 3D-Drucker her

Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch einen Hinweis: Eine Gruppe sehr junger Schüler soll in illegale Aktivitäten verwickelt sein. Die Beamten der Ordnungskräfte gingen der Sache nach – und stießen auf eine gefährliche Entwicklung.
Die Jugendlichen nutzten moderne 3D-Drucker, um sogenannte Schlagringe aus hartem Kunststoff herzustellen. Dabei handelt es sich um verbotene Waffen, die schwere Verletzungen verursachen können.
Klare Beweise und Einschüchterungen
Bei Durchsuchungen wurden klare Beweise gefunden:
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Ein 15-jähriger Schüler hatte den 3D-Drucker, mit dem die Waffen produziert wurden. Gegen ihn wird wegen illegaler Waffenherstellung ermittelt.
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Ein weiterer Beteiligter, jünger als 14 Jahre, hatte bereits einen fertigen Schlagring bei sich. Da er strafunmündig ist, wurde sein Fall an die Jugendstaatsanwaltschaft weitergeleitet.
Der Drucker und die hergestellten Waffen wurden beschlagnahmt. Besonders brisant: Die Gruppe soll versucht haben, einen Mitschüler einzuschüchtern. Dieser hatte den Mut, die Vorgänge bei Lehrern zu melden.
Es wurde Schlimmeres verhindert
Die Ordnungskräfte betonen, wie gefährlich solche Entwicklungen sind. Mit frei verfügbaren Bauplänen aus dem Internet lassen sich heute mit einfachen Mitteln Waffen herstellen. Das sei vergleichbar mit selbst produzierten Drogen – billig, leicht zugänglich und riskant.
Die Schule reagierte schnell und informierte sofort die Behörden, nachdem es Hinweise auf Drohungen gegen den Schüler gab. Laut den Beamten konnte so Schlimmeres verhindert werden.






