von mmh 22.02.2026 11:42 Uhr

Nach heftigen Worten gegen Rechts: Scharfe Kritik an Grönemeyer

Ein Konzertabend in der Wiener Stadthalle sorgt für politische Wellen: Beim Auftritt von Herbert Grönemeyer wurde es zwischen den leisen Tönen plötzlich laut – nicht nur musikalisch, sondern auch politisch. Und genau das ruft nun scharfe Kritik hervor.

APA/dpa

Der deutsche Musiker zündete am Donnerstag sein Hit-Feuerwerk im beeindruckenden Akustik-Setting. Doch neben bekannten Songs setzte er auch ein deutliches politisches Statement: „Hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben noch einmal für die Demokratie eintreten muss!“

Deutliche Worte auf der Bühne

Medienberichten zufolge sprach Grönemeyer auf der Bühne von „Rechten mit ihrer Hetze, mit ihrem brutalen, unmenschlichen Gerede von Remigration, Gerede von Homogenisierung von Gesellschaft“. Weiter sagte er: „Wir haben was anderes zu tun, als uns mit diesem Mist zu beschäftigen! Wir halten das so lange aus, bis diese ganze Gehetze und die furchtbaren Rechten wieder in ihren Löchern verschwinden, die Klappe halten und uns endlich in Ruhe lassen.“

Sein politischer Appell kam offenbar nicht bei allen Konzertbesuchern gut an. Unter den Zuhörern befand sich auch Stefan Petzner, der im Anschluss auf Facebook scharf reagierte.

Scharfe Kritik von Stefan Petzner

Der Ex-BZÖ-Politiker wirft Grönemeyer „Hasstiraden“ und „Hetzparolen“ vor. „Wenn ich zu einem Grönemeyer-Konzert gehe, dann ausschließlich wegen seiner Songs und genialen Texte“, so Petzner. „Wenn Künstler Konzerte geben, sollen sie schlicht ihren Job machen. Sie werden fürstlichst dafür entlohnt. Wenn Herr Grönemeyer politische Reden halten will, soll er Straßenkundgebungen organisieren und bei Markus Lanz auftreten, aber nicht als einer der erfolgreichsten Musikkünstler plötzlich Politik von der Konzertbühne aus machen!“

Zudem wirft Petzner dem Musiker vor, „Hasstiraden zu brüllen, Hetzparolen mit ähnlichen Worten wie Hitler zu verwenden und alles und jedes von rechts, egal was, pauschal als brandgefährlich, demokratiezersetzend und rechtsextrem brandzumarken“.

Der Konzertabend, der musikalisch als Highlight gedacht war, entwickelt sich damit zu einer politischen Debatte weit über die Stadthalle hinaus.

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