Lawinentragödie bei Meran 2000: Skitourengeher tot

Der Alpinist war am Vormittag auf die 2.615 Meter hohe Plattingerspitze aufgestiegen. Gegen 12.20 Uhr löste sich knapp unterhalb des Gipfels eine Lawine, die den aufsteigenden Skitourengeher erfasste und rund 330 Höhenmeter mit ins Tal riss. Die Schneemassen entwickelten sich zu einer großen Lawine.
Großeinsatz mit zwei Hubschraubern
Skifahrer des Skigebiets Meran 2000 beobachteten den Lawinenabgang zufällig und setzten umgehend einen Notruf bei der Landesnotrufzentrale ab. Diese alarmierte die Bergrettung Meran sowie den Rettungshubschrauber Pelikan 1. Aufgrund der Größe der Lawine wurden auch die Nachbarrettungsstellen BRD Lana und BRD Sarnthein sowie ein zweiter Rettungshelikopter Pelikan 3 nachalarmiert.
Im Einsatz standen zudem die Bergrettung Meran mit Suchhund sowie der Bergrettungsdienst der Finanzwache. Insgesamt waren zwischen 60 und 70 Bergretter beteiligt.
Opfer in rund einem halben Meter Tiefe entdeckt
Gegen 16 Uhr wurde der Skitourengeher in einer Tiefe von etwa 0,5 Metern in der Lawine aufgefunden. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Alpinisten feststellen. Vermutlich erlitt er durch den rund 330 Höhenmeter langen Absturz tödliche Verletzungen.
Beim Verunglückten handelt es sich um einen 50-jährigen Skitourengeher aus dem Sarntal. Der Leichnam wurde geborgen und abtransportiert. Die Notfallseelsorge betreute die Angehörigen.
Nach rund vier Stunden konnte der Einsatz beendet werden, die Rettungsmannschaften rückten anschließend wieder ein.






