WOBI-Mieten steigen deutlich: „Leistbar, aber nicht umsonst“

Aktuell zahlen 4666 Mieter zwischen 101 und 200 Euro monatlich. Weitere 2316 Personen liegen in einer Mietspanne von 201 bis 300 Euro, während 2447 Haushalte mehr als 500 Euro pro Monat für ihre Wohnung aufbringen. Für Wohnlandesrätin Ulli Mair spiegeln diese Zahlen eine ausgewogene Wohnpolitik wider: Sozial verträglich, aber mit klarer Eigenverantwortung.
„Die Mieten sollen soziale Härten abfedern und sich am Einkommen orientieren. Gleichzeitig ist eine angemessene Beteiligung der Mietenden wichtig, um den Wert des Wohnraums zu sichern und gegenüber der Allgemeinheit gerecht zu bleiben“, erklärt Ulli Mair.
Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg ist die schrittweise Erhöhung der Mindestmiete. Diese wurde zunächst von 50 auf 80 Euro und später auf 120 Euro angehoben. Ziel sei es gewesen, innerhalb des sozialen Systems mehr Ausgewogenheit zu schaffen und ein Mindestmaß an Eigenleistung einzufordern.
Mieteinnahmen sind gestiegen
Auch finanziell zeigt die Entwicklung Wirkung: Die jährlichen Mieteinnahmen des WOBI sind in den vergangenen zehn Jahren von rund 27 Millionen auf etwa 44 Millionen Euro gestiegen. Zusammen mit Einnahmen aus Garagen, Stellplätzen und weiteren vermieteten Flächen kann das Institut damit seine Betriebskosten sowie einen Großteil der Ausgaben für Instandhaltung und Sanierung selbst decken.
Seit 1. Jänner 2026 gelten zudem neue Regeln für die Berechnung der Mietzinse. Die von der Landesregierung im Oktober beschlossene Reform betrifft sowohl ältere Mietverträge als auch neu abgeschlossene. Unter anderem wird bei neueren Verträgen die Inflation stärker berücksichtigt. Langfristig sollen die unterschiedlichen Vertragsmodelle schrittweise angeglichen werden.
Für die Südtiroler Landesregierung bleibe das Ziel klar: leistbarer Wohnraum, der sozial ausgewogen ist, aber eben nicht kostenlos.






