Neue Generation von Jagdaufsehern startet Ausbildung

Die angehenden Jagdaufseher sind zwischen 20 und 55 Jahre alt und kommen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern. Was sie verbindet, ist das Interesse an Natur und Wildtiermanagement sowie die Bereitschaft, eine vielseitige und zunehmend anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen. Denn auch in der Jagdaufsicht macht sich der Generationenwechsel bemerkbar: Viele erfahrene Kräfte gehen in den Ruhestand, Nachwuchs wird dringend gebraucht.
Der Lehrgang umfasst rund 800 Stunden in Theorie und Praxis. Schwerpunkte liegen unter anderem auf Ökologie und Wildkunde, Jagdpraxis, Rechtskunde sowie Wildtiermanagement. Ergänzt wird die Ausbildung durch Exkursionen, praktische Übungen und ein zweiwöchiges Revierpraktikum.
Begleitet wird der Kurs von Florian Reichegger, Koordinator der Forstschule Latemar, der die Teilnehmer in ein umfangreiches Programm mit mehr als 50 Referenten einführte. Auch Vertreter aus Jagd und Verwaltung – darunter Landesjägermeister Günther Rabensteiner und Benedikt Terzer vom Südtiroler Jagdverband – würdigten den Einstieg der Teilnehmer und betonten die Bedeutung des Berufs. Sie hoben sowohl die Herausforderungen als auch die besonderen Seiten der Tätigkeit hervor und wünschten den angehenden Jagdaufsehern Ausdauer und Erfolg.
Aktuell sind in Südtirol rund 70 hauptberufliche Jagdaufseher im Einsatz – darunter seit Kurzem auch eine Frau. Ihr Berufsbild hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Stand früher vor allem die Kontrolle im Vordergrund, rückt heute zunehmend das Wildtiermonitoring in den Fokus. Jagdaufseher übernehmen wichtige Aufgaben bei der Datenerhebung, unterstützen die Jagdplanung und Abschussregelung und engagieren sich verstärkt in der Öffentlichkeitsarbeit, etwa in Schulen und Kindergärten.
Mit dem neuen Lehrgang wird nun der Grundstein für die nächste Generation gelegt, die diesen Wandel aktiv mitgestalten soll.






