von mmh 19.02.2026 14:05 Uhr

Süd-Tiroler Freiheit fordert Stopp der Pendlergeld-Kürzung

Die Süd-Tiroler Freiheit hat im Landtag einen Beschlussantrag eingebracht, um die geplante Kürzung des Pendlergeldes unverzüglich zu stoppen und die bisherige Höhe beizubehalten. In Zeiten stark steigender Lebenshaltungskosten wäre eine Reduzierung aus Sicht der Partei ein völlig falsches Signal an jene, die täglich weite Wege zur Arbeit zurücklegen.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit - Foto: STF

Wohnen in Arbeitsplatznähe sei für viele Menschen in Süd-Tirol längst unerschwinglich geworden. Der Wohnungsmarkt gilt als angespannt, Preise und Mieten steigen weiter. Immer mehr Arbeitnehmer seien gezwungen, in peripheren Gebieten zu wohnen oder eine weiter entfernte Arbeitsstelle anzunehmen. Gerade diese Menschen würden nun zusätzlich belastet, obwohl öffentliche Verkehrsmittel oft zu langsam, unzuverlässig oder unpraktikabel seien.

„Wer arbeitet, darf nicht bestraft werden“

„Wer jeden Tag früh aufsteht, arbeitet und Steuern zahlt, darf nicht zum Sparopfer der Landesregierung werden“, erklärt Sven Knoll. Das Pendlergeld sei keine Luxusleistung, sondern eine notwendige Unterstützung für tausende Menschen in Süd-Tirol. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Prestigeprojekte wie Olympia mit Millionen unterstützt würden, während gleichzeitig essenzielle Leistungen gekürzt werden sollen.

Der Beschlussantrag fordert daher die Beibehaltung der bisherigen Höhe des Pendlergeldes sowie einen klaren Verzicht auf jede Form der Kürzung. Ziel sei es, die reale Belastung der Pendler abzufedern und ein gerechtes Signal der Wertschätzung für arbeitende Menschen zu setzen.

Sorge um Kaufkraft und Arbeitsmarkt

Nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit würde eine Kürzung nicht nur die Kaufkraft schwächen, sondern auch dringend benötigte Arbeitskräfte abschrecken. Viele Betriebe hätten bereits jetzt Schwierigkeiten, ausreichend Personal zu finden. Eine zusätzliche finanzielle Belastung der Pendler würde den Arbeitskräftemangel weiter verschärfen.

„Diese Kürzung ist finanziell für viele Arbeitnehmer nicht tragbar und strategisch mehr als unklug“, so Knoll weiter. Statt Leistungsträger zu schwächen, müsse man sie stärken und finanzielle Unterstützungen an die realen Lebensbedingungen in Süd-Tirol anpassen.

Die Partei fordert die Landesregierung abschließend auf, Verantwortung zu übernehmen und ein klares Bekenntnis zu fairen Arbeitsbedingungen abzugeben. Das Pendlergeld müsse bleiben – ohne Kürzungen, vielmehr mit notwendigen Anpassungen nach oben.

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