Olympia in Bormio: Katalanische Flaggen von Sicherheitskräften beschlagnahmt

Sicherheitskräfte entfernen katalanische Symbole
Die spanische Nationalmannschaft besteht im Skibergsteigen fast ausschließlich aus katalanischen Athleten.
Doch während des Sprint-Rennens in Bormio, bei dem Oriol Cardona Coll, Ot Ferrer und Maria Costa antraten, konzentrierten sich die Sicherheitskräfte der Olympischen Winterspiele überwiegend darauf, jegliche katalanischen Symbole auf den Tribünen zu entfernen.
Laut Regelwerk des Internationalen Olympischen Komitees sind „jegliche Formen politischer, religiöser oder rassischer Propaganda“ verboten. So begann ein historischer Donnerstag für den katalanischen Sport mit einem ungewöhnlichen Zwischenfall.
Fans müssen Flaggen abgeben
Familienangehörige und Fans der katalanischen Athleten hatten die Sportler mit Bannern und katalanischen Flaggen unterstützt. Diese wurden jedoch kurz nach Beginn des Rennens beschlagnahmt und durften nicht gezeigt werden: Die Sicherheitskräfte forderten die Zuschauer auf, alle Flaggen abzugeben. Trotz anfänglichem Widerstand mussten die Fans letztlich alle Flaggen übergeben.
Politische Kommentare und sportlicher Erfolg
Der katalanische Exilpräsident Carles Puigdemont kommentierte den Vorfall: „Die Grundlagen unseres Konflikts bleiben bestehen. Die Nichtanerkennung der nationalen Identität und die Ablehnung jeglicher katalanischer Ausdrucksformen sind eine dieser Grundlagen“
Auch ohne Flaggen auf den Tribünen zeigte der katalanische Fan-Support Wirkung: Die erste olympische Goldmedaille im Männer-Skibergsteigen ging an den Katalonier Oriol Cardona Coll.






