Lawinenstufe vier: „Bleibt auf den gesicherten Pisten!“

Die Lawinenwarnstufe vier gilt derzeit oberhalb der Waldgrenze in weiten Teilen Tirols. Sicherheitslandesrätin Astrid Mair und der Lawinenwarndienst des Landes richten sich mit einem eindringlichen Appell an alle Wintersportler: „Auf den gesicherten Pisten bleiben und auf Touren im alpinen Gelände vorerst verzichten.“
Weiterer Schneefall verschärft die Lage
Vom heutigen Donnerstag bis Freitagfrüh werden verbreitet weitere 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee erwartet, lokal auch mehr. Dazu komme teils starker Wind aus wechselnden Richtungen. Dadurch entstehen umfangreiche Triebschneeansammlungen, die auf einer sehr schwachen Altschneedecke abgelagert werden. Lawinen können dadurch sehr leicht ausgelöst werden, so das Land Tirol in einer Aussendung. „Besonders während der intensiven Niederschläge ist mit spontanen Lawinenabgängen zu rechnen. Aber auch danach bleibt die Schneedecke über das gesamte kommende Wochenende hinweg äußerst störanfällig“, erklärt Matthias Walcher vom Lawinenwarndienst. Typische Gefahrenzeichen wie „Wumm“-Geräusche und Rissbildungen sind klare Alarmsignale. Zudem sind Fernauslösungen verbreitet möglich. Das bedeutet, dass Lawinen auch aus sicher geglaubter Distanz ausgelöst werden können.
Negativlawinen melden
Um unnotwendige Sucheinsätze zu vermeiden, bittet das Land Tirol auch Negativlawinen zu melden, also Lawinenabgänge, bei denen niemand zu Schaden kommt. Die Meldung ist telefonisch über den Notruf 144, den Alpinnotruf 140 oder über die SOS-EU-Alp-App möglich.






