Gesetzesinitiative gegen Pferdeschlachtung im Senat gestartet

In einer Stellungnahme sprach Julia Unterberger von einem „erfreulichen Signal“, dass der Entwurf nun offiziell beraten werde. Pferde zählten zu den am stärksten ausgebeuteten Tieren. Sie verwies auf ihren Einsatz in Zirkussen, als Kutschtiere bei großer Hitze sowie bei illegalen Rennen. Häufig ende ihr Leben im Schlachthaus, sobald sie nicht mehr genutzt werden könnten.
Gleichzeitig zeigten aktuelle Zahlen einen deutlichen gesellschaftlichen Wandel. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes ISTAT sei der Konsum von Pferdefleisch in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Während 2012 noch über 70.000 Tiere geschlachtet worden seien, habe die Zahl im Jahr 2024 nur noch bei rund 22.000 gelegen. Immer mehr Menschen verzichteten aus ethischen Gründen auf Pferdefleisch, der regelmäßige Konsum sei inzwischen auf eine Minderheit beschränkt.
Unterberger wertet diese Entwicklung als Ausdruck eines veränderten Werteverständnisses. Der Verzicht auf Pferdefleisch sei nicht nur eine Ernährungsfrage, sondern Teil eines wachsenden gesellschaftlichen Bewusstseins für Tierwohl. In mehreren Ländern, insbesondere im ангloamerikanischen Raum, gelte der Verzehr von Pferdefleisch bereits als kulturell tabu. Auch Griechenland habe bereits 2020 ein gesetzliches Verbot für Zucht, Schlachtung und Verkauf von Equiden beschlossen.
Rechtlich würde die geplante Einstufung als Haustiere an bestehende Schutzstandards anknüpfen. Die Tötung von Hunden und Katzen ist in Italien bereits verboten, zudem wurden die Strafen für das unrechtmäßige Töten von Tieren zuletzt verschärft. Aus Sicht Unterbergers ist es nun konsequent, diesen Schutzrahmen auch auf Pferde und andere Equiden auszudehnen.
Die Gesetzgebung müsse mit dem gewachsenen ethischen Empfinden der Bevölkerung Schritt halten, betonte sie. Der aktuelle Vorstoß sei daher „ein weiterer Schritt der Zivilisation“ hin zu mehr Würde und besserem Schutz für Tiere.






