von veo 17.02.2026 10:04 Uhr

Schützenbund widerspricht Galateo zu „TIROL“-Schriftzug

Der Südtiroler Schützenbund zeigt sich über die Aussagen von Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo zum Schriftzug „TIROL“ verwundert. Landeskommandant Christoph Schmid betont: „Wir sprechen von einem Land, das seit nahezu einem Jahrtausend Tirol heißt.“

Foto: © SSB/Alfred Stolzlechner

Schützen betonen historische und kulturelle Identität

Schmid unterstreicht, dass die Sichtbarkeit des historischen Namens weder eine Provokation noch unverantwortlich sei, sondern Ausdruck geschichtlicher Realität und kultureller Identität. Wer darin einen Affront erkenne, sollte sich fragen, „wie belastbar das eigene Geschichtsverständnis ist“. Besonders kritisch bewertet der Schützenbund Galateos Behauptung, die Darstellung sei gegenüber Österreich peinlich: „Das ist ungefähr so, als würde man meinen, Frankreich könnte sich daran stören, wenn in Nizza Französisch gesprochen wird. Historische Identität ist kein diplomatischer Zwischenfall.“

Keine politische Absicht

Der Vorwurf, der Südtiroler Schützenbund agiere „wie eine politische Partei“, wird ebenfalls zurückgewiesen. Schmid erklärt: „Wir sind eine Traditions- und Wertegemeinschaft mit klarer historischer und volkstumspolitischer Verwurzelung. Dass wir unsere kulturelle Identität sichtbar vertreten, macht uns noch lange nicht zu einer Partei.“

Am erstaunlichsten findet Schmid die Aussage, das Anschreiben des Namens könne „das in Jahrzehnten des Dialogs aufgebaute Zusammenleben untergraben“. Seiner Ansicht nach liegt das Problem nicht am Schriftzug selbst: „Wenn ein Zusammenleben so fragil ist, dass es durch einen Tirol-Schriftzug ins Wanken gerät, dann liegt das Problem wohl kaum am Schriftzug.“ Abschließend betont Schmid: „Wir stehen zu unserer Geschichte, zu unserer Kultur und zum Namen unseres Landes. In Tirol sagt man: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Und manchmal genügt schon ein einziges Wort, um eine Debatte auszulösen: Tirol.“

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