Mair möchte Verwaltungsrat des WOBI abschaffen: Kritik an „Versorgungsposten“

Das WOBI erfülle mit der Schaffung und Verwaltung von sozialem Wohnraum einen wichtigen Auftrag, schreibt Mair in einem Facebook-Post. Die operative Praxis der vergangenen Jahre habe jedoch mehrere Schwachstellen aufgezeigt. Eine davon betreffe den Verwaltungsrat, der zwar bereits von ihren Vorgängern stark verkleinert worden sei, aber auch in seiner jetzigen Form keinen Nutzen bringe.
Nach zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Monaten habe sie den Entschluss gefasst, die Führungsstruktur durch die Abschaffung des Verwaltungsrates neu auszurichten. Ziel sei eine schlankere Hierarchie, die Verantwortung bündelt und kürzere Entscheidungswege ermöglicht.
Künftig werde es, wie bereits in Dutzenden anderen Landesbetrieben, zwischen dem Generaldirektor und der zuständigen Landesrätin eine direkte Kommunikation geben. Dies steigere Effizienz und Handlungstempo.
Andere Landesbetriebe arbeiten bereits ohne Verwaltungsrat
Dieses Modell sei weder neu noch außergewöhnlich, betont Mair. Öffentliche Körperschaften wie der Sanitätsbetrieb Südtirol, die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung oder der Sozialdienst Bozen kämen seit Jahren erfolgreich ohne Verwaltungsrat aus.
Aus den Reaktionen der Italiener in der Landesregierung lasse sich schließen, dass vor allem der Wegfall politischer Versorgungsposten als Problem gesehen werde. „Darauf kann und werde ich jedoch keine Rücksicht nehmen“, stellt Mair klar. Entscheidend sei einzig und allein, dass das WOBI effizient arbeitet und seinem sozialen Auftrag bestmöglich gerecht wird.






