von veo 17.02.2026 08:34 Uhr

Landtagspodcast „Adlerohren“ startet neu

Der Landtagspodcast geht in die zweite Staffel und setzt auf politische Debatten. Zum Auftakt diskutieren zwei Abgeordnete über Freizeitwohnsitze und ihre Auswirkungen auf Tirol.

Foto: © Tiroler Landtag/Christanell

Debatten statt Erzählform

Der Landtagspodcast Adlerohren startet heute mit einem grundlegenden Formatwechsel in seine zweite Staffel. Künftig stehen nicht mehr erzählende Beiträge rund um das Landesparlament im Mittelpunkt, sondern politische Debatten zu aktuellen landespolitischen Themen. Alle drei Wochen treffen zwei Abgeordnete unterschiedlicher Fraktionen im Landtagssitzungssaal aufeinander, um zentrale Fragen, die Tirol bewegen, sachlich und respektvoll zu diskutieren.

Moderiert wird das neue Diskussionsformat weiterhin von Tatjana Lukas, die bereits durch die ersten 25 Folgen geführt hat. Neu ist zudem, dass „Adlerohren“ ab sofort auch als Videopodcast angeboten wird.

Auftakt mit Dauerbrenner Freizeitwohnsitze

Die erste Folge der neuen Staffel widmet sich einem seit Jahren kontrovers diskutierten Thema: den Freizeitwohnsitzen in Tirol. Landtagsvizepräsident Dominik Mainusch (VP Tirol) und Landtagsabgeordneter Alexander Gamper (FPÖ) beleuchten unterschiedliche Aspekte von Zweitwohnsitzen – von ihrer Rolle als Wirtschaftsfaktor über mögliche Auswirkungen auf Immobilienpreise bis hin zu Fragen von Leerstand, Kontrollen, Widmungspolitik und leistbarem Wohnen für Einheimische.

Zum Abschluss der Diskussion stellte Moderatorin Tatjana Lukas die zentrale Frage: „Wann kippt ein Ort von lebenswert zur Kulisse?“ Die Episode „Freizeitwohnsitze: Wird Tirol zur Kulisse?“ ist ab sofort auf adlerohren.at, auf YouTube sowie auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. Weitere Folgen erscheinen jeden dritten Dienstag und behandeln wechselnde Themen aus dem Bereich der Landeszuständigkeit, darunter Elementarbildung, Verkehr und Tourismus.

Streitkultur als Beitrag zur Demokratiebildung

Mit dem neuen Format will der Tiroler Landtag bewusst ein Zeichen für konstruktive politische Auseinandersetzung setzen. Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann betont, dass Politik vom Austausch unterschiedlicher Meinungen lebe und dieser für demokratische Entscheidungsprozesse zentral sei. „Adlerohren“ mache Unterschiede hör- und sichtbar, ohne in Polemik zu verfallen – ein wichtiger Ansatz in Zeiten zunehmend polarisierter Debatten.

Der Podcast ergänzt seit rund einem Jahr das Vermittlungsangebot des Landtags im Bereich Demokratiebildung. Während die erste Staffel vor allem Abläufe erklärte, historische Meilensteine beleuchtete und Parlamentarismus greifbarer machte, rückt nun die politische Debatte selbst in den Mittelpunkt. Die bisherigen 25 Folgen bleiben weiterhin abrufbar, eignen sich besonders für den Einsatz im Schulunterricht und sind auch über das Medienportal LeOn verfügbar.

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