von veo 17.02.2026 11:20 Uhr

Galateos Kommentare zu Tiroler Symbolen sorgen für heftige Kritik

Die Süd-Tiroler Freiheit warnt vor der Verharmlosung nationalistischer Rhetorik in Südtirol. Landesrat Marco Galateos Kommentare zu Tirol-Schildern und identitätsbezogenen Symbolen stoßen auf scharfe Kritik.

Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit

Nationalistische Rhetorik als gefährliches Spiel mit der Geschichte

Die Süd-Tiroler Freiheit bewertet die Äußerungen von Landesrat Marco Galateo zu Tirol-Schildern und identitätsbezogenen Slogans als weit mehr als einen Appell an „Sachlichkeit“. Laut der Bewegung handelt es sich um ein gefährliches Spiel mit der Geschichte Südtirols. Galateo spricht von „schweren und verantwortungslosen Provokationen“, doch genau diese Rhetorik sei bereits historisch genutzt worden: Unter dem Faschismus sollten der Name Tirol ausgelöscht, Symbole verboten und die kulturelle Identität der Südtiroler unterdrückt werden. Heute sei die Ausdrucksweise zwar „höflicher“, der Kern bleibe jedoch derselbe.

Doppelmoral und Symbolpolitik

Die Südtiroler Freiheit kritisiert zudem Galateos Doppelmoral. So hat der Landesrat das offizielle Landeswappen Südtirols mit der italienischen Tricolore verändert, entgegen den Corporate-Design-Richtlinien des Landes. Während er selbst staatliche Symbolik politisch verändert, bezeichnet er die Sichtbarkeit Tiroler Identität anderer als „Provokation“. Die Bewegung betont, dass dies keine Verantwortung, sondern ein Machtspiel über Symbole darstelle. Wer Tirol aus dem öffentlichen Raum verdrängen wolle, bekämpfe nicht Extreme, sondern Geschichte, kulturelles Selbstverständnis und das Recht der Menschen, ihre Identität sichtbar zu leben.

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