FRIDA: FPÖ warnt vor Bürokratiefalle

Mehr Kontrollaufwand statt Entlastung
Die digitale Anmeldeplattform FRIDA bündelt Anmeldungen für Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsplätze zentral und soll die Platzvergabe nach klaren Kriterien organisieren. In der Kommunikation des Landes Tirol wurde das System als Vereinfachung dargestellt, das Abläufe effizienter gestalten solle.
Der Bürgermeister von Kramsach und Gemeindesprecher der FPÖ im Tiroler Landtag, LAbg. Bgm. Andreas Gang, sieht in der praktischen Umsetzung jedoch einen deutlich höheren Aufwand für Gemeinden und Erhalter. Was als Entlastung angekündigt worden sei, führe in der Realität zu zusätzlicher Kontrollarbeit. Am Ende seien es die Gemeinden und Erhalter, die Datensätze prüfen, formale Richtigkeit sicherstellen und Fehlerfolgen vermeiden müssten.
Gang verweist insbesondere auf das Risiko der Fehleranfälligkeit bei der Dateneingabe. Schon kleinste Ungenauigkeiten – etwa Schreibfehler, falsche Bezeichnungen oder unvollständige Angaben – könnten Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen. Dadurch seien Gemeinden gezwungen, Eingaben besonders gründlich, teilweise mehrfach, zu kontrollieren. Diese zusätzliche Arbeit bleibe letztlich vor Ort hängen.
Forderung nach Evaluierung und klaren Zuständigkeiten
Für Gang zeigt sich damit ein Widerspruch zwischen Anspruch und Umsetzung. Wenn das Land Tirol ein digitales System als Vereinfachung präsentiere, müsse dieses in der Praxis tatsächlich entlasten und dürfe nicht Aufgaben, Verantwortung und Risiken an die Gemeinden weiterreichen.
Abschließend fordert der Freiheitliche eine rasche Evaluierung und praxistaugliche Nachbesserungen. Es brauche klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Prüf- und Unterstützungsprozesse sowie eine Umsetzung, die den Gemeinden tatsächlich helfe. In der derzeitigen Form werde FRIDA zur Bürokratiefalle, so Gang, da Verantwortung auf Gemeinden und Erhalter abgewälzt werde.
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