Karwendel: Moorschutz wird weiter ausgebaut

Seit 2002 wurden an zehn Moorstandorten gezielte Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen Einzäunungen zur Vermeidung von Nutzungskonflikten mit der Almwirtschaft, Entbuschungen sowie hydrologische Sanierungen. Insgesamt entstanden 313 Dämme gegen Entwässerung, zusätzlich überwachen Pegelmessstationen den Zustand der Flächen. Laut Projektverantwortlichen zeigen Monitoringdaten und die Rückkehr spezialisierter Tier- und Pflanzenarten bereits deutliche Erfolge.
Der neue Managementplan wird gemeinsam mit regionalen Bewirtschaftern erstellt und soll auch bislang wenig erfasste Feuchtgebiete berücksichtigen. Das rund 74.000 Euro schwere Projekt wird mit Bundes- und EU-Mitteln finanziert und vom Land Tirol unterstützt. Erkenntnisse aus dem Karwendel fließen zudem in das österreichweite Renaturierungsprojekt „AMooRe“ ein.
Moore gelten als besonders wichtige CO₂-Speicher und Hotspots der Biodiversität. Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche bedecken, binden sie weltweit mehr Kohlendioxid als alle Wälder zusammen.






