von mmh 13.02.2026 12:11 Uhr

Telefon- und Onlinebetrug nimmt zu: So schützen sich WhatsApp-Nutzer

Ein neuer Telefon- und Onlinebetrug sorgt derzeit für Verunsicherung. Der Landesbeirat für das Kommunikationswesen warnt vor dem sogenannten „Ballerina“-Betrug, der sich aktuell rasant über WhatsApp verbreitet. Ziel der Betrüger ist es, Nutzerkonten zu übernehmen und anschließend Geld von deren Kontakten zu erlangen.

Bild: APA/dpa

Bei dieser Masche handelt es sich um eine besonders raffinierte Form des Smishing, also Phishing über Messaging-Dienste. Das perfide daran: Die Nachricht kommt scheinbar von einer bekannten Person aus dem eigenen Adressbuch. Enthalten ist meist das Foto eines jungen Mädchens im Ballerinakostüm sowie eine freundliche Bitte, für ein angebliches Tanzvoting abzustimmen, um ein Stipendium zu gewinnen. Um Vertrauen zu schaffen, wird ausdrücklich betont, dass keine Zahlung notwendig sei.

Verifizierungscode als Einfallstor für Betrüger

Der beigefügte Link führt jedoch zu keiner echten Abstimmung, sondern auf eine gefälschte Internetseite, die einer bekannten Plattform nachempfunden ist. Dort werden die Nutzer aufgefordert, ihre Telefonnummer sowie einen per SMS erhaltenen sechsstelligen WhatsApp-Verifizierungscode einzugeben. Genau hier liegt die Gefahr.

„Indem man diesen Code weitergibt, überlässt man den Betrügern unwissentlich die vollständige Kontrolle über den eigenen WhatsApp-Account“, erklärt Judith Gögele, Präsidentin des Landesbeirates für das Kommunikationswesen. Innerhalb weniger Minuten verlieren Betroffene den Zugriff auf ihr Konto. Die Täter übernehmen den Account, versenden dieselbe Nachricht an alle gespeicherten Kontakte und verbreiten den Betrug weiter. In weiterer Folge werden Geldforderungen gestellt, etwa mit erfundenen Notlagen wie Diebstahl oder familiären Problemen.

So schützt man sich vor Betrugsmaschen

Der Landesbeirat betont, dass es einfache, aber wirksame Schutzmaßnahmen gibt. Verdächtige Links sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden, auch dann nicht, wenn sie scheinbar von Freunden oder Verwandten stammen. Im Zweifel sollte der Absender telefonisch kontaktiert werden, nicht per Chat.

Zusätzlich rät der Landesbeirat, niemals persönliche Daten oder Bankinformationen weiterzugeben und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Verdächtige Nummern sollten blockiert und dem öffentlichen Widerspruchsregister gemeldet werden. Besonders vorsichtig sollte man bei unbekannten oder ausländischen Nummern sein, auf verlockende Angebote misstrauisch reagieren und Anrufe sofort beenden, wenn persönliche Fragen gestellt oder Forderungen aufgebaut werden. Auch Rückrufe bei Nummern, die nur einmal kurz anklingeln, sollten vermieden werden.

Der Landesbeirat appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben und auch Familie und Freunde über diese Betrugsmasche zu informieren, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

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