von mmh 12.02.2026 14:00 Uhr

Südtirol und Thüringen diskutieren Ehrenamt und Winterspiele

Die Olympischen Winterspiele 2026 und das Ehrenamt standen im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Landesrätin Rosmarie Pamer und einer Delegation aus Thüringen. Angeführt wurde die Delegation von Staatssekretär David Möller, der seit Mai 2025 in Thüringen für Sport und Ehrenamt zuständig ist. Möller ist selbst ehemaliger Spitzensportler und gewann bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver eine Silbermedaille im Rodeln.

(Foto: LPA/Hannes Wisthaler)

Im Gespräch ging es zunächst um die bevorstehenden Olympischen Winterspiele und die damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen. Landesrätin Pamer berichtete dabei über den sogenannten Komplexen Sonderauftrag des Landes Südtirol sowie über die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung Milano Cortina bei den Vorbereitungen auf das Großereignis.

Ehrenamt als zentrales Thema des Austausches

Einen besonders breiten Raum nahm das Thema Ehrenamt ein. Thüringen hat im Jahr 2024 die Förderung des Ehrenamtes als Staatsziel in der Landesverfassung verankert und stellt dafür jährlich 15 Millionen Euro zur Verfügung. Seit 2025 ist zudem das Thüringer Ehrenamtsgesetz in Kraft, das erste seiner Art in Deutschland, mit dem ehrenamtliches Engagement strukturell unterstützt wird.

Landesrätin Pamer informierte die Delegation über das Südtiroler Gesetz zum Ehrenamt sowie über die bestehenden Herausforderungen, die sich aus staatlichen Zuständigkeiten und Überschneidungen ergeben. Am Treffen nahm auch Ulrich Seitz, Direktor des Dienstleistungszentrums Ehrenamt, teil. Er schilderte konkrete Anliegen und praktische Probleme, mit denen ehrenamtlich tätige Vereine und Organisationen in Südtirol konfrontiert sind.

Lob für rechtliche Verankerung des Ehrenamtes

Im Anschluss an das Treffen zeigte sich Landesrätin Pamer sehr zufrieden mit dem Austausch: „Der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus Thüringen war sehr erkenntnisreich. Vor allem die Verankerung des Ehrenamtes in der Landesverfassung ist eine sehr lobenswerte Initiative, weil sie dem Ehrenamt nicht nur Planungssicherheit gibt, sondern auch Sichtbarkeit verleiht.“

Zur Thüringer Delegation gehörten neben Staatssekretär David Möller auch die Landtagsabgeordneten Andreas Bühl, Matthias Herzog, Roberto Kobelt, Andreas Schubert und Cornelia Urban.

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