„Ohne Einwilligung ist es Vergewaltigung!“

Anlass des Aufrufs ist der Jahrestag jenes Gesetzes, das sexuelle Gewalt als Verbrechen gegen die Person einstuft. Das Organisationskomitee warnt vor einer geplanten Änderung des entsprechenden Strafgesetzartikels. Diese werde zwar als bloße sprachliche Präzisierung dargestellt, greife jedoch inhaltlich den Kern der Regelung an.
Kritisiert wird insbesondere eine mögliche Verschiebung vom Prinzip der fehlenden Zustimmung hin zur Frage der ausdrücklichen Ablehnung. Dadurch könnte sich nach Ansicht der Veranstalter die Beweislast wieder stärker auf die Betroffenen verlagern. Fälle ohne körperliche Gegenwehr – etwa bei Angst, Einschüchterung oder Abhängigkeitsverhältnissen – würden so schwerer nachweisbar.
Die Organisatoren rufen neben Frauen ausdrücklich auch Männer dazu auf, sich als aktive Verbündete gegen Gewalt und machistische Strukturen an der Kundgebung zu beteiligen.






