Landesbeirat für Baukultur startet Arbeit

Ende Jänner hatte die Südtiroler Landesregierung drei Fachleute in den Beirat berufen: die Architekten Conradin Clavuot (Chur), Carla Lo (Wien) und Gordian Blumenthal (Ilanz). Sie übernehmen die Beratungstätigkeit für die Jahre 2026 bis 2028. Als Ersatzmitglieder wurden Nicola Baserga (Minusio), Geli Salzmann (Dornbirn) und Ramun Capaul (Lumbrein) bestellt.
Bei den ersten beiden Beratungstagen befasste sich der Beirat mit einer Reihe unterschiedlicher Bauvorhaben von privaten Bauherren ebenso wie von öffentlichen Verwaltungen. Dazu gehörten unter anderem die Erstbegutachtung einer Almhütte in Mühlbach, die geplante Erweiterung einer bestehenden Pension in Wolkenstein sowie der Ausbau einer geschlossenen Hofstelle in St. Martin in Thurn. Zudem stand die Alte Volksschule in Burgstall im Rahmen eines Lokalaugenscheins auf dem Programm.
Nach Einschätzung des zuständigen Landesrats für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie Raumentwicklung spielt orts- und landschaftsgerechtes Bauen in Südtirol eine zentrale Rolle. Der Landesbeirat leiste hier als beratendes Fachgremium einen wichtigen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung von Projekten.
Auch die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung betont die Zielsetzung des Beirats: Bestehende Bauten sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben, Bauherren und Planer sollen für das Weiterbauen im Bestand und einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden sensibilisiert werden.
Die Mitglieder des Beirats unterstreichen zudem, dass historische Gebäude und gewachsene Bautypologien mit Respekt behandelt werden sollten. Entscheidend für eine wirksame Beratung sei außerdem, dass Projekte möglichst früh in der Planungsphase vorgelegt werden.
Der Landesbeirat für Baukultur und Landschaft ist im Landesgesetz Raum und Landschaft verankert und organisatorisch in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung angesiedelt.






