von mmh 12.02.2026 17:10 Uhr

Heizkosten stabilisieren sich – Energieverbrauch der Landesgebäude verbessert

Südtirols Landesinfrastrukturen werden immer unabhängiger von fossilen Brennstoffen: Der Energy Report 2024 zeigt, dass Strom und Fernwärme den größten Anteil am Energiemix ausmachen und Heizkosten wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie gesunken sind.

Ressortdirektor und Energy Manager Daniel Bedin. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Stabile Verbrauchszahlen trotz Effizienzsteigerungen

Im vergangenen Jahr verbrauchten die 590 analysierten Landesgebäude insgesamt 15.098 Tonnen Öläquivalent (TEP). Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 19,55 Millionen Euro. Besonders energieintensiv sind Schulen (36,8 Prozent des Gesamtverbrauchs), gefolgt von Büros (21,2 Prozent) und Straßentunnels (17,1 Prozent).

Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi betont: „Bei den Infrastrukturen des Landes zeigt sich eine strukturelle Verbesserung der energetischen Leistungen, ein Energiemix mit immer geringerer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen und wirtschaftlichen Schwankungen.“

Elektrizität und Fernwärme statt Öl und Gas

Die Analyse zeigt, dass elektrische Energie 58,6 Prozent des Primärenergieverbrauchs ausmacht und rund 68 Prozent der Ausgaben trägt. Erdgas und Heizöl sind im Vergleich zu 2017 deutlich zurückgegangen, während Fernwärme und Strom weiter zunehmen. Besonders die Fernwärme zeigt sich stabil gegenüber Preisschwankungen auf den Energiemärkten.

Durch die Normalisierung der Energiepreise nach den Spitzenwerten von 2022 sind die Gesamtausgaben deutlich gesunken. Die Heizkosten liegen nun wieder bei rund 3,8 Millionen Euro, trotz eines kälteren Winters. Der normalisierte Heizenergieverbrauch sank auf 1,51 TEP pro Heizgradtag – der beste Wert der gesamten Zeitreihe und über 20 Prozent effizienter als 2019.

Gezielte Maßnahmen zeigen Wirkung

Ressortdirektor und Energy Manager Daniel Bedin hebt hervor: „Eine sorgfältige Anlagenbewirtschaftung in Verbindung mit gezielten Effizienzmaßnahmen kann nachhaltige Vorteile sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsicht schaffen.“

Der Energy Report 2024 bestätigt somit: Südtirol setzt erfolgreich auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Kostenkontrolle – ein Modell für nachhaltige Infrastrukturpolitik.

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