von lif 11.02.2026 10:59 Uhr

Masernfälle in Europa gehen zurück

Die gemeldeten Masern-Erkrankungen sind in Europa und Zentralasien im Vorjahr markant gesunken. Das berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch für 53 Länder ihrer Europa-Region, die von der Atlantikküste über West- und Mitteleuropa und Russland bis nach Turkmenistan reicht. Sorge bereiten vor der baldigen Fußballweltmeisterschaft die steigenden Zahlen in Mexiko, den USA und Kanada.

Foto: Pixabay

In der Gesamtregion Europa wurden nach WHO-Angaben fast 34.000 Fälle gemeldet, 75 Prozent weniger als im Jahr davor. Das sei auf Bekämpfungsmaßnahmen zurückzuführen, aber auch darauf, dass das Virus sich in der ungeimpften Bevölkerung verbreitet hat und dadurch mehr Menschen immun geworden sind. Wer einmal infiziert war, ist gegen eine neue Ansteckung geschützt.

Ziel bleibt eine Impfquote von 95 Prozent

Der deutliche Rückgang habe auch damit zu tun, dass die Zahlen 2024 außergewöhnlich hoch waren, so die WHO. Im Vergleich zu 2023 lagen sie etwa um die Hälfte niedriger. Während sie etwa in Rumänien, Kasachstan oder Aserbaidschan um rund 90 Prozent oder mehr fielen, stiegen sie etwa in Frankreich und den Niederlanden, wenn auch auf niedrigem Niveau.

Die WHO warnt zusammen mit dem UNO-Kinderhilfswerk UNICEF, dass Risiken größerer Ausbrüche bleiben. Ziel sei eine Impfquote von 95 Prozent überall, sonst werde sich das hochansteckende Virus weiter ausbreiten. Nach WHO-Angaben steckt im Durchschnitt eine infizierte Person bis zu 18 ungeimpfte Menschen an.

Mehrere Länder, die Masern laut WHO besiegt hatten, haben den WHO-Status „frei von Masern“ nach großen Ausbrüchen wieder verloren, darunter Spanien, Großbritannien und Österreich.

APA/UT24 

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