von ih 11.02.2026 16:56 Uhr

Großer Rückruf von Babynahrung in Italien und Österreich

Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) warnt vor zahlreichen Rückrufen von Babynahrung in mehreren europäischen Ländern. Betroffen sind Pulver- und Flüssignahrungen verschiedener Hersteller. Grund ist eine mögliche Belastung mit dem Bakteriengift Cereulid.

Symbolbild

Nach Angaben der VZS steht die Verunreinigung im Zusammenhang mit einem Pflanzenöl eines chinesischen Lieferanten, das in der Produktion verwendet wurde.

Cereulid wird vom Bakterium Bacillus cereus gebildet und kann bereits kurz nach dem Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Das Gift ist hitzebeständig und kann durch Abkochen nicht unschädlich gemacht werden.

Rückrufe auch in Italien

In Italien wurden seit Dezember mehrere Produkte zurückgerufen, darunter zahlreiche Artikel der Marken Aptamil, Mellin (Danone), verschiedene Nestlé-Marken (Nan, Pre-Nan, Nidina, Alfamino), Monello sowie Granarolo Bimbi. Die genauen Produktdaten mit Losnummern und Haltbarkeitsdaten veröffentlicht das italienische Gesundheitsministerium online.

Weitere Rückrufe in Österreich

Auch in Österreich sind mehrere Produkte von Danone (Aptamil, Milumil) sowie Nestlé (Beba, Alfamino) betroffen. Details stellt die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bereit.

Was Eltern tun sollten

Eltern sollen betroffene Chargen nicht mehr verwenden und im jeweiligen Geschäft zurückgeben. Ersatz oder Erstattung gibt es nur für konkret zurückgerufene Lose. Die VZS empfiehlt, vorübergehend auf nicht betroffene Produkte anderer Hersteller auszuweichen.

Symptome meist kurzfristig – schwere Verläufe selten

Beschwerden treten meist 30 Minuten bis sechs Stunden nach dem Verzehr auf und klingen in der Regel innerhalb eines Tages ab.

Schwere Verläufe sind selten, können aber Leber und Nieren schädigen. Bei starken Symptomen sollten Eltern umgehend ärztliche Hilfe oder eine Notaufnahme aufsuchen.

Zur Dokumentation möglicher Krankheitsfälle empfiehlt die VZS betroffenen Eltern, Kontakt mit der Verbraucherschutzorganisation foodwatch aufzunehmen.

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