von mmh 10.02.2026 14:22 Uhr

SVP-Soziale Mitte begrüßt klare Regeln für Südtirols Tourismuszonen

Die Soziale Mitte der SVP hat den jüngsten Beschluss des SVP-Parteiausschusses zu den Tourismuszonen in Südtirol ausdrücklich begrüßt. Demnach werden die Verfallsfristen für Tourismuszonen nicht verlängert, eine Entscheidung, die nach einer intensiven und fundierten Diskussion getroffen wurde und in vielen Punkten dem Vorschlag der Sozialen Mitte entspricht.

Gabi Morandell (Bild: SVP)

Die Vorsitzende der Sozialen Mitte, Gabi Morandell, lobt die Entscheidung: „Der Parteiausschuss hat politische Klarheit geschaffen und damit ein wichtiges Signal für Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Planungssicherheit gesetzt.“

Morandell weist darauf hin, dass ohne klar definierte Endpunkte ein Bettenstopp zu einem Dauerprovisorium werden könnte. „Nur verbindliche Fristen verhindern neue Spekulationen und ermöglichen eine gezielte sowie verantwortungsvolle Steuerung des Tourismus“, betont sie.

Differenzierte Regelungen für strukturschwache Gemeinden

Der Beschluss berücksichtigt die unterschiedlichen Realitäten in Südtirol: In strukturschwachen und abwanderungsgefährdeten Gemeinden dürfen bestehende Tourismuszonen nur in klar begrenzten Ausnahmefällen verlängert werden. Dabei sollen ausschließlich kleine Betriebe mit maximal 150 Betten zugelassen werden.

„Diese Ausnahmeregelung ist kein Freibrief für neues Wachstum“, unterstreicht Morandell. „Sie ist ein gezieltes Instrument, um Abwanderung entgegenzuwirken und dort Perspektiven zu schaffen, wo strukturelle Nachteile besonders spürbar sind.“

Fokus auf leistbares Wohnen und Qualität statt Quantität

Für die Soziale Mitte ist der Beschluss auch ein deutliches Signal für den Wohnbau und leistbares Wohnen für Einheimische. Die konsequente Begrenzung der Gästebetten schafft Spielraum für den Wohnbau und unterstützt die notwendige Wende hin zu Qualität statt Quantität im Tourismus. Künftige touristische Entwicklungen sollen stärker mit Mitarbeiterwohnen, fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltigen Konzepten verknüpft werden.

„Tourismuspolitik ist immer auch Raumordnungs-, Sozial- und Umweltpolitik“, fasst Morandell zusammen. „Der gestrige Beschluss zeigt, dass generationengerechte Entscheidungen möglich sind – im Interesse der Gemeinden, der Bevölkerung und der kommenden Generationen.“

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