von mmh 10.02.2026 13:56 Uhr

Landesregierung stärkt psychologische Versorgung in allen Landesteilen

Das Land Südtirol plant einen umfassenden Ausbau der psychologischen Unterstützung. Ziel ist es, sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche in Schulen besser zu betreuen und damit die psychische Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

(Foto: Pexels)

Verdopplung der Schulpsychologen

„Kinder und Jugendliche stehen zunehmend unter seelischem Druck“, erklärt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Eine Studie des Instituts für Allgemeinmedizin aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass fast 40 Prozent der jungen Menschen Hinweise auf psychische Belastungen aufweisen. Als Reaktion darauf werden die Stellen für Schulpsychologen an Südtirols Schulen verdoppelt.

Die Schulpsychologen fungieren als erste Anlaufstelle für Jugendliche, aber auch für Lehrpersonen und Eltern. Sie unterstützen bei psychischen Auffälligkeiten und bieten Beratung in schwierigen Situationen. Die entsprechenden Aufnahmeverfahren stehen kurz vor dem Abschluss.

Psychologische Unterstützung für Erwachsene in Gemeinschaftshäusern

Auch für Erwachsene soll das psychologische Angebot deutlich erweitert werden. Künftig werden eigene Psychologen in den Gemeinschaftshäusern tätig sein. Diese Einrichtungen bilden ein wohnortnahes Betreuungsnetz und stehen allen Bürgern offen. Ein erster Zugang kann sogar ohne ärztliche Überweisung erfolgen.

„Die Gemeinschaftshäuser bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu interdisziplinärer und fachlich qualifizierter Unterstützung. Die Einbettung der Basispsychologie in diese Strukturen bringt zahlreiche Vorteile“, erklärt Messner.

Nachhaltiges Modell für Basispsychologie

Das Konzept zur Basispsychologie wurde gemeinsam mit den beteiligten Diensten und Berufsgruppen ausgearbeitet. Zentral ist, die neuen Angebote in das bestehende Netzwerk Psychische Gesundheit des Südtiroler Sanitätsbetriebes sowie der Familienberatungsstellen zu integrieren. Der Auftrag, die Basispsychologie in die Gemeinschaftshäuser zu bringen, ist bereits erteilt.

„Damit schaffen wir die Voraussetzungen für ein umfassendes und strukturell nachhaltiges Modell für eine niederschwellige psychologische Grundbetreuung in allen Landesteilen“, so Messner.

Mit diesem Schritt setzt Südtirol auf eine flächendeckende, leicht zugängliche psychologische Betreuung für alle Altersgruppen – von der Schule bis ins Erwachsenenalter.

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