von ih 09.02.2026 13:31 Uhr

Viele offene Baustellen beim Pflegegeld in Südtirol

In Südtirol gibt es weiterhin große Verzögerungen bei der Pflegeeinstufung. Von insgesamt 7.421 eingereichten Gesuchen im Jahr 2025 sind derzeit noch 3.374 offen. Betroffene müssen laut Angaben aus einer Landtagsanfrage des Team K teils bis zu elf Monate auf ihre Einstufung und damit auf die Auszahlung des Pflegegeldes warten.

Symbolbild

Zwar wurde der Betrag für die erste Pflegestufe kürzlich von 587,50 auf 599 Euro erhöht, alle weiteren Pflegestufen bleiben jedoch unverändert. Kritiker bemängeln, dass diese seit über zehn Jahren nicht an die Inflation angepasst wurden, während die Kosten für Betreuung und Haushaltshilfen deutlich gestiegen sind.

Rund 70 Prozent der mehr als 15.000 Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut – meist durch Angehörige und Betreuungskräfte. Die lange Wartezeit bedeute für viele Familien eine erhebliche finanzielle und organisatorische Belastung, da die Pflege in dieser Phase vollständig selbst getragen werden müsse.

Angekündigte Maßnahmen wie zusätzliche Einstufungsteams und automatische Verfahren bei Demenzerkrankungen seien bisher nicht umgesetzt. Der personelle Ausbau falle mit wenigen zusätzlichen Fachkräften zu gering aus, um den Rückstau spürbar abzubauen. Das Team K fordert daher rasche Sofortmaßnahmen, um die offenen Anträge schneller zu bearbeiten.

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