Tirol investiert in überbetriebliche Lehrausbildung

Die überbetriebliche Lehre richtet sich an junge Menschen, die keine klassische Lehrstelle finden oder ihre betriebliche Ausbildung abbrechen mussten. Anders als bei der dualen Ausbildung schließen die Jugendlichen ihren Ausbildungsvertrag nicht mit einem Betrieb, sondern mit einer Schulungseinrichtung ab, die eng mit Unternehmen zusammenarbeitet, erklärt das Land Tirol in einer Aussendung. Ziel ist es, die Jugendlichen auf eine reguläre Lehre vorzubereiten und wer keinen Wechsel in einen Betrieb schafft, kann die gesamte Ausbildung überbetrieblich absolvieren und mit der Lehrabschlussprüfung abschließen.
„Wer lernen und arbeiten will, bekommt in Tirol die Chance dazu. Denn wir brauchen jeden Lehrling in unserem Land“, betont Landeshauptmann Anton Mattle. Wirtschaftslandesrat Mario Gerber sieht in der Maßnahme ein zukunftsweisendes Angebot: Jeder unterstützte Lehrling sei ein Gewinn für Betriebe und Gesellschaft.
Das AMS Tirol stellt zusätzlich 5,3 Millionen Euro für die überbetriebliche Lehrausbildung bereit. Seit Beginn des Ausbildungsjahres 2025/26 haben laut AMS-Geschäftsführerin Sabine Platzer-Werlberger 91 Jugendliche eine überbetriebliche Lehre gestartet und 215 eine Vorbereitungsmaßnahme begonnen. Die Angebote gibt es in allen Tiroler Bezirken – von Innsbruck über Wörgl und Lienz bis Reutte und Landeck.






