von mmh 08.02.2026 15:27 Uhr

Biathlon-Mixed-Staffel Antholz: Südtiroler Jubeln Über Silber

Großer Biathlon-Tag in der Südtirol Arena von Antholz: Die Mixed-Staffel entwickelte sich zu einem hochspannenden Rennen mit starkem Fokus auf die heimischen Athleten. Vor ausverkauften Rängen und lautstarker Unterstützung erlebten die Fans im Pustertal ein Rennen voller Emotionen – mit einem versöhnlichen Silber-Ergebnis für unsere Südtiroler.

Holten Silber in der Mixed-Staffel im ersten Olympischen Bewerb auf Südtiroler Boden (v.l.): Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel. (Foto: Milano Cortina)

Starker Auftakt und Schlüsselrollen für Giacomel und Hofer

Der Welschtiroler Tommaso Giacomel eröffnete die Mixed-Staffel für Italien und sorgte gleich für Jubel bei den heimischen Fans. Der Trentiner blieb beim ersten Liegendanschlag fehlerfrei und mischte von Beginn an vorne mit. Auch stehend konnte er trotz zweier Fehler mit sicheren Nachladern Schlimmeres verhindern und übergab mit überschaubarem Rückstand an Lukas Hofer.

Der 36-jährige Südtiroler präsentierte sich läuferisch voll auf Augenhöhe mit der Weltspitze. Beim Liegendschießen nahm sich Hofer Zeit, räumte aber alle Scheiben ab. Auch stehend behielt der Montaler trotz eines Fehlers die Nerven und hielt Italien in der Spitzengruppe. Zur Rennhälfte lag die italienische Staffel in aussichtsreicher Position, mitten im Kampf um die Medaillen.

Wierer und Vittozzi sorgen für Medaillenjubel

Dorothea Wierer übernahm als dritte Läuferin und brachte die Südtirol Arena endgültig zum Beben. Die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin zeigte vor allem am Schießstand ihre ganze Klasse. Trotz eines kurzen Wacklers blieb der Medaillentraum für Italien am Leben, Wierer übergab in Schlagdistanz an Schlussläuferin Lisa Vittozzi.

Vittozzi lieferte schließlich eine Glanzleistung ab. Während Frankreichs Schlussläuferin Simon der Konkurrenz davonlief und sich Gold sicherte, blieb Vittozzi fehlerfrei und machte Silber für Italien perfekt. Beim Zieleinlauf setzte Vittozzi zu einem kleinen Tänzchen an und umarmte anschließend Wierer – ein emotionaler Moment vor heimischem Publikum.

Der Sieg ging an Frankreich in einer Zeit von 1:04.15,5 Stunden. Italien folgte mit 25,8 Sekunden Rückstand auf Rang zwei, Bronze holte Deutschland mit einem Rückstand von 1:05,3 Minuten. Dahinter komplettierten Norwegen, Schweden und Finnland die Top sechs. Österreich belegte den siebenten Platz.

Für die Südtiroler Athleten war es ein Rennen, das lange in Erinnerung bleiben wird: Hofer und Wierer trugen entscheidend dazu bei, dass Italien vor heimischer Kulisse eine Medaille feiern durfte.

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