von ih 06.02.2026 15:59 Uhr

„So geht es nicht!“: SVP-Jugend greift Süd-Tiroler Freiheit an

Die Junge Generation (JG) in der SVP spricht sich deutlich gegen eine stärkere politische Einflussnahme auf den Südtiroler Sport aus. Anlass ist ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit, der eine grundlegende Neuausrichtung und Umstrukturierung der Südtiroler Sportlandschaft fordert. Die JG warnt in diesem Zusammenhang vor einer Instrumentalisierung sportlicher Leistungen für politische Zwecke.

Anna Künig - Foto: Südtiroler Volkspartei

Fokus müsse auf Sport liegen

Nach Ansicht der JG zählen Südtirols Athleten seit Jahren zur Spitze in mehreren Disziplinen, insbesondere im Wintersport. Entsprechend groß sei die Anerkennung in der Bevölkerung.

„Südtiroler Sportlerinnen und Sportler sind Vorbilder, gewinnen Medaillen und mischen international ganz vorne mit“, betont JG-Vorsitzende Anna Künig. Gerade im Umfeld internationaler Wettbewerbe müsse der Fokus auf den Leistungen der Sportler liegen. Man freue sich über deren Erfolge und sei stolz auf ihre Ergebnisse.

Auch Hannah Tabarelli, JG-Bezirksvorsitzende für Bozen Stadt und Land, sieht in internationalen Großveranstaltungen eine wichtige Chance: Diese böten die Möglichkeit, Südtirol als erfolgreiche Minderheit auf globaler Bühne sichtbar zu machen.

Sensibler Umgang gefordert

Kritisch bewertet die JG hingegen den Vorstoß der Süd-Tiroler Freiheit, der es Sportlern ermöglichen sollte, unter der eigenen Südtiroler Landesfahne anzutreten. Dort rückten nach Einschätzung der Jugendorganisation nicht sportliche Leistungen oder die Freude am Sport in den Mittelpunkt, sondern politische Symbolik.

„Es ist schade, wenn selbst sportliche Großereignisse für politische Profilierung genutzt werden“, so Anna Künig. Die erneute Politisierung gehe aus Sicht der JG zulasten der betroffeenen Athleten.

Mit Blick auf die jüngsten öffentlichen Debatten ergänzt die JG: „Die Shitstorms rund um Tennisass Jannik Sinner sind gerade erst abgeflaut und trotzdem weiß die Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit nichts Besseres, als schon wieder die nächste Polemik auf dem Rücken Südtiroler Athletinnen und Athleten vom Zaun zu brechen. So geht es nicht!“, meint die JG.

Warnung vor weiterer Zuspitzung

In ihrer Stellungnahme betont die SVP-Jugend, dass Fragen von Heimat, Herkunft und Identität durchaus wichtig seien. Gerade vor dem Hintergrund der Südtiroler Geschichte müsse jedoch sensibel damit umgegangen werden, politische Diskussionen nicht auf Kosten der Sportler zu führen.

Sportpolitik solle fördern und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, statt Leistungen für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Im Mittelpunkt müssten die Athleten und ihre Erfolge stehen, so die JG.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite