von mmh 06.02.2026 06:57 Uhr

Krisengespräch zwischen USA und Iran im Oman geplant

Angesichts einer drohenden Kriegsgefahr will der Iran nach eigenen Angaben am Freitag in der omanischen Hauptstadt Maskat neue Gespräche mit den USA aufnehmen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die Vereinigten Staaten seien für einen Dialog mit dem Iran und der US-Sondergesandte Steve Witkoff für ein Treffen am Freitag bereit. Regierungskreise in Washington bestätigten das Treffen. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi landete in der Nacht auf Freitag in Maskat.

US- Chefverhandler Witkoff (APA/AFP)

„Gleichberechtigung, gegenseitiger Respekt und gegenseitige Interessen sind keine Rhetorik – sie sind unverzichtbar und die tragenden Säulen eines dauerhaften Abkommens“, schrieb der iranische Außenminister vor den geplanten Gesprächen auf der Plattform X. „Wir handeln in gutem Glauben und bestehen zugleich entschlossen auf unseren Rechten.“

Araqchi wurde unter anderem von seinen Vizeministern Majid Takht-Rawanchi und Kasem Gharibabadi begleitet, wie der staatliche iranische Rundfunk berichtete. Der iranische Außenminister hatte angekündigt, dass die Atomverhandlungen um 10.00 Uhr (Ortszeit/7.00 Uhr MEZ) beginnen sollen. Unklar bleibt die Tagesordnung. Der Iran möchte sich laut Außenminister Araqchi auf das Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen beschränken. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Houthi im Jemen Themen sein müssten.

Die Gespräche gelten als heikel. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion massiv verstärkt – auch zum Schutz eigener Stützpunkte sowie von Verbündeten vor möglichen Angriffen aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat bereits mit einem härteren Militärschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025 gedroht.

APA

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