400 Hektar für neue Hotels? „SVP verliert Glaubwürdigkeit“

Die Gemeinderäte sollen entscheiden, was mit den erworbenen Rechten in den Tourismuszonen bis zum Verfallstag am 22. September 2026 passiert. Das bedeute, so das Team K, dass in Orten wie Bruneck oder Brixen gebaut werden könne, wo große Namen Rechte gesichert hätten. Private müssten bei Ausbauten mit Bürokratie und Kosten rechnen, während Gesetze für Firmen gedehnt würden. Nachname und Parteikarte zählten mehr als Rechtssicherheit, heißt es in der Kritik. Landeshauptmann Kompatscher verliere damit das einzig nennenswerte Gesetz seiner Amtszeit.
Über 400 Hektar Tourismuszonen stünden bereit, doch wie erkläre man jungen Leuten den Mangel an Baugründen für Wohnungen, während Hotels wachsen könnten? Das Team K spricht von Dutzenden neuen Hotels und zigtausenden Betten, von Kronplatz GmbH bis Athesia. Landesrat Walcher nenne 12.000 Betten, doch das sei untertrieben. Hinzu kämen 6.000 Betten in Campings und unbekannte Zahlen in strukturschwachen Gemeinden oder Städten, Ortskerne ausgenommen. Auf Anfragen dazu gebe es bislang keine Auskunft.
Das Team K sei dem Bettenstopp kritisch gegenüber gewesen und hätte ein Bauverbot im Grünen mit Besucherbegrenzung in Hotspots vorgezogen, um benachteiligte Gebiete und kleine Familienhotels zu schützen. Der Stopp sei aber ein Weg gewesen, Wildwuchs zu beenden.
Eine freie Bahn in den Zonen sei die schlechteste Lösung, wenn man Bevölkerung und Lebensqualität in Südtirol am Herzen habe. Auch dem Tourismus täte eine Bettenschwemme nicht gut, da sie Spekulation fördere. Für sinnvolle Projekte reichten tausend Betten im Landeskontingent.
In den größten Zonen ohne Kontingente könnten Bettenburgen entstehen, da die Obergrenze von 150 Betten pro Betrieb nicht gelte. Keine kleinen, familiengeführten Hotels, sondern große, die Preise drücken und kleine Drei-Sterne-Betriebe in Bedrängnis bringen könnten. Mehr Betten bräuchten tausende Mitarbeiter, die Großen würden sie den Kleinen abwerben. Die familiengeführten Betriebe, volkswirtschaftlich wichtig für die Wertschöpfung im Land, riskieren damit Schaden. Neue Hotels in Top-Lagen würden Hotspots überlasten und den Verkehr um 300- bis 500 tausend Autos mehr belasten.






