Winterspiele 2026: Appell für deutsche Ortsnamen in Südtirol

Redaktionen vor erfundenen Namen gewarnt
In einem Schreiben an zahlreiche Redaktionen betont die STF, dass historisch gewachsene deutsche Bezeichnungen wie „Antholz“ und „Pustertal“ verwendet werden sollten – statt der italienischen Namensformen „Anterselva“ und „Val Pusteria“. Dies entspreche der sprachlichen Realität vor Ort sowie der historischen Entwicklung Südtirols.
Die Süd-Tiroler Freiheit verweist dabei auch auf die Entstehung vieler italienischer Ortsnamen in Südtirol. Während der faschistischen Herrschaft in Italien seien zahlreiche deutsche und ladinische Orts- und Flurnamen systematisch durch italienische Bezeichnungen ersetzt oder neu geschaffen worden. Ziel dieser Politik sei die kulturelle und sprachliche Assimilierung gewesen.
Auch die Einführung des Namens „Alto Adige“ für Südtirol wird in diesem Zusammenhang genannt. Als historisch zutreffendere italienische Bezeichnung führt die Bewegung „Sudtirolo“ an.
Viele Ortsnamen sind künstliche Konstruktionen
Nach Darstellung der Süd-Tiroler Freiheit handelt es sich bei vielen der damals eingeführten italienischen Ortsnamen um künstliche Konstruktionen ohne gewachsene Grundlage. Diese würden bis heute das amtliche Namensbild prägen, obwohl sie aus politisch-ideologischen Motiven entstanden seien. Im deutschen Sprachgebrauch innerhalb Südtirols würden hingegen weiterhin durchgehend die traditionellen deutschen Namen verwendet.
Mit Blick auf die internationale Aufmerksamkeit während der Olympischen Winterspiele sieht die Bewegung eine besondere Verantwortung der Medien. Die Verwendung der deutschen Ortsnamen sei nicht nur eine Frage sprachlicher Korrektheit, sondern auch ein Zeichen des Respekts gegenüber der kulturellen und historischen Identität der Region.






