Neue Regeln für Wohnbauförderung: Was ändert sich?

Die Landesregierung hat die Zugangsvoraussetzungen angepasst. Die Obergrenze für das Anrecht auf Förderung steigt deutlich, ebenso die Grenzen der vier Einkommensstufen. Besonders spürbar sollen die neuen Freibeträge auf Ersparnisse sein: Für Einzelpersonen gelten nun 250.000 Euro statt zuvor 150.000 Euro. Bei Haushalten mit zwei oder mehr Personen sind es 350.000 Euro statt 250.000 Euro. Wie Wohnbaulandesrätin Ulli Mair mitteilt, soll das mehr Südtirolern den Weg zur Förderung öffnen, trotz steigender Lebenshaltungskosten.Â
Höhere Beiträge für Bau, Kauf und Wiedergewinnung
Der Grundbeitrag für den Bau oder Kauf einer Wohnung beträgt künftig 35.000 Euro für eine Einzelperson und 52.000 Euro für einen Haushalt mit zwei Personen. Die Förderbeträge staffeln sich nach Einkommensstufen und können bei bestimmten Projekten um bis zu 25 Prozent steigen. Laut Provinz Bozen bleibt die Wohnbauförderung eine wichtige Säule, um Familien in der Heimat zu halten.Â
Boni für Sanierungen bleiben attraktiv
Die Förderung für die Wiedergewinnung alter Gebäude wird weiter ausgebaut. Energetische Maßnahmen profitieren von zusätzlichen Boni, wie durch den Kubaturbonus für Erweiterungen, der bis Ende 2026 gilt. Viele Südtiroler nutzen das, um historische Häuser in den Tälern zu erhalten und modern zu machen.Â
Separate Steuerboni für Renovierungen, wie der fünfzigprozentige Abzug, ergänzen die landesweiten Beiträge.Â
Einfachere Antragstellung
Alle neuen Gesuche müssen ab Februar digital eingereicht werden. Die Berechnung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vereinfacht, wie die Abteilung Geförderter Wohnbau der Provinz mitteilt. Das soll Wartezeiten verkürzen und den Alltag für Antragsteller erleichtern.
Hintergrund: Teil der Wohnreform 2025
Die Neuerungen gehen auf den Beschluss der Landesregierung vom 28. November zurück. Sie sind ein Schritt in der Wohnreform 2025, die bereits im Vorjahr startet und Verfahren verschlanken soll. Ergänzt wird das System durch das neue begünstigte Darlehen als dritte Fördersäule ab Jänner 2026.Â
Viele Südtiroler sehen in den Änderungen eine Chance, trotz hoher Preise in der Heimat zu bleiben. Die Provinz empfiehlt, sich frühzeitig auf der offiziellen Website zu informieren.






