von lif 04.02.2026 15:58 Uhr

Naturtreff Eisvogel kritisiert Nordring-Trasse bei Bruneck

Der Verein Naturtreff Eisvogel aus St. Georgen bei Bruneck wendet sich mit Kritik gegen die geplante neue Trasse des Nordrings. In einer Stellungnahme an die Stadtgemeinde Bruneck, Landesrat Peter Brunner und die Ämter für Straßenbau, UVP und Natur wird massiver Flächenverbrauch und Gefahr für das Naturschutzgebiet Ahrauen befürchtet.

Laut dem Schreiben vom 11. Dezember opfert die Verlegung der bestehenden Umfahrung wertvollen Kulturgrund. Trotz Klimawandel würden großzügige Straßen weiter geplant, ohne ausreichend Rücksicht auf die Natur, so der Verein. Die neue Führung verläuft in unmittelbarer Nähe zum Natura-2000-Gebiet Ahrauen und bringe erhebliche negative Folgen für Pflanzen und Tiere mit sich. Der Verein bemängelt, dass der geplante kurze Schutzwall zwischen Straße und Schutzgebiet nicht ausreiche. Bei einem Ortstermin am 10. November mit Bürgermeister Bruno Wolf, Amtsdirektor Florian Knollseisen (Amt für Straßenbau Nord/Ost) und Direktor Hannes Oberhammer (Amt für Öffentliche Arbeiten) habe man auf eine Verlängerung hingewiesen. Der Wall müsse in beide Richtungen verlängert und direkt an der Straße errichtet werden, um das Gebiet vor Licht, Staub und Lärm zu schützen.

Der Naturtreff Eisvogel wiederholt frühere Forderungen aus den Jahren 2017, 2019 und 2025:

  • Der Neubau einer Straße entlang des Schutzgebiets Ahrauen sei ein gravierender Eingriff und sollte in dieser Form verhindert werden.  
  • Beim Bau dürfe es keine negativen Auswirkungen auf das Natura-2000-Gebiet geben. Ein bepflanzter Schutzstreifen mit heimischen Sträuchern und Bäumen entlang der gesamten Straße könne Licht, Lärm und Staub mindern.  
  • Die geplante neue Brücke führe direkt über das Biotop Ahrauen und verschlechtere die Situation weiter. Der Straßenverlauf müsse abgeschirmt werden, und für die Querung seien zusätzliche Ausgleichsflächen für den Naturschutz notwendig.

Die Landesregierung hatte im Dezember 2025 das Verfahren zur Änderung des Bauleitplans für den neuen Nordring eingeleitet, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Bei der Trassenwahl sei besonderer Wert auf den Schutz der Ökosysteme gelegt worden, hieß es vonseiten der Ämter.

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