von lif 04.02.2026 19:14 Uhr

Erneut große Lawinengefahr

Aufgrund prognostizierter Schneefälle und des weiterhin schwachen Schneedeckenaufbaus gibt der Lawinenwarndienst des Landes Tirol ab dem morgigen Donnerstag (5. Februar) für das südwestliche Osttirol (Karnischer Kamm, Lienzer Dolomiten und Deferegger Alpen) erneut die zweithöchste Lawinengefahrenstufe (Stufe 4) ab 1.800 Höhenmeter aus. In den anderen Teilen Osttirols sowie entlang des Alpenhauptkamms von der Silvretta bis zu den Hohen Tauern ist die Lawinensituation ebenfalls angespannt – hier gilt vorerst Lawinengefahrenstufe 3.

Bild: APA/THEMENBILD

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair appelliert gemeinsam mit dem Lawinenwarndienst des Landes Tirol zu Zurückhaltung abseits gesicherter Pisten: „Nach der leichten Beruhigung zum Wochenstart gilt ab morgen wieder große Lawinengefahr in Osttirol. Das bedeutet: Lawinen können bereits leicht ausgelöst werden oder auch spontan abgleiten. Die Gefahr abseits gesicherter Pisten ist groß“, betont Sicherheitslandesrätin Mair. 

Norbert Lanzanasto vom Lawinenwarndienst des Landes Tirol ergänzt: „Wie schon vergangene Woche und am Wochenende führt die Kombination aus Neuschnee und dem schlechten Schneedeckenaufbau zu der steigenden Lawinengefahr. Wir empfehlen daher Zurückhaltung abseits der gesicherten Skipisten. Skitouren und Variantenfahrten sollten sich im freien Skiraum – wenn überhaupt – auf mäßig steiles Gelände beschränken. Es gilt zudem, Auslaufbereiche großer Lawinen zu beachten. Unerfahrene sollten unbedingt auf den geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.“

In den Gebieten mit Lawinengefahrenstufe 3 und 4 gilt: Lawinen können bereits durch einzelne Wintersportler leicht ausgelöst werden. Auch Fernauslösungen sind zu erwarten. Die Gefahrenstellen sind weit verbreitet und kaum zu erkennen. Aufgrund des Neuschnees sind in den Gebieten mit Gefahrenstufe 4 große Lawinen möglich.

Negativlawinen melden

Mair appelliert zudem: „Wer Negativlawinen – also einen Lawinenabgang bei dem niemand zu Schaden kommt – beobachtet, sollte diese unbedingt unverzüglich der Leitstelle Tirol melden. Damit können nicht notwendige Sucheinsätze vermieden werden.“ Die Meldung von Negativlawinen ist telefonisch über den Notruf 144, den Alpinnotruf 140 oder über die SOS-EU-Alp-App möglich.

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