Sichtbarkeit für unsichtbare Behinderungen: Pilotprojekt startet 2026

Das international anerkannte Sonnenblumen-Band signalisiert auf diskrete Weise: „Ich brauche etwas mehr Zeit, Verständnis oder Unterstützung“. Es richtet sich an Menschen mit Autismus, chronischen Erkrankungen, psychischen Leiden oder neurologischen Beeinträchtigungen – freiwillig, unbürokratisch und nicht stigmatisierend.
Pilotprojekt und Sensibilisierungskampagne geplant
Der ursprüngliche Antrag der Opposition wurde gemeinsam mit Landesrätin Rosmarie Pamer abgeändert und von der Mehrheit unterstützt. „Durch die Intervention von Landesrätin Pamer und mit Unterstützung der Landesverwaltung konnte der Antrag so angepasst werden, dass er breite Zustimmung fand“, erklärte Stauder.
Das Pilotprojekt soll noch 2026 starten und von einer breiten Sensibilisierungskampagne begleitet werden. Gemeinsam mit Hilfsorganisationen sollen Empfehlungen für den Einsatz des Sonnenblumen-Bandes in öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Verwaltung, Gesundheitswesen, Polizei sowie bei Verkehrsbetrieben, Handel und Kultureinrichtungen erarbeitet werden. Betroffenen sollen Sonnenblumen-Schlüsselbänder zur Erstversorgung zur Verfügung gestellt werden.
„Viele Menschen leben mit unsichtbaren Behinderungen und stoßen im Alltag auf Vorurteile. Das Sonnenblumen-Band kann ein Zeichen für mehr Sensibilität und Rücksichtnahme sein“, so Pamer. Entscheidend bleibe die Freiwilligkeit: Kennzeichnungen dürfen niemals verpflichtend sein oder Voraussetzung für Unterstützung darstellen.
Mit diesem Schritt setzt Südtirol ein klares Signal für Akzeptanz, Solidarität und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, betonte Stauder abschließend.






