Bozen: Handwerksverbände sehen Stadtregierung auf gutem Weg

„Bozen kommt in Bewegung – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn“, erklären die Verbände. Zwar stünden bei großen Infrastrukturprojekten noch konkrete Umsetzungsschritte aus, doch bereits mehrere kleinere Maßnahmen hätten spürbare Verbesserungen gebracht. Diese seien seit Jahren von den Handwerksbetrieben gefordert worden und zeigten nun Wirkung im täglichen Verkehrsfluss.
Cristiano Cantisani, Präsident von CNA Südtirol, und Hannes Mussak, Vizepräsident von lvh und Bezirkspräsident Bozen, verweisen auf konkrete Eingriffe ins Verkehrsmanagement. So hätten die Öffnung der Viale Trento, der Via Claudia Augusta und der Reschenbrücke sowie ein neues Verkehrskonzept während Messezeiten zu deutlich kürzeren Wartezeiten geführt. Für Handwerksbetriebe bedeute das weniger Stau, geringeren Zeitverlust und sinkende Kosten im Arbeitsalltag.
Auch im Bereich Digitalisierung bescheinigen die Verbände der Stadt Initiative. In Zusammenarbeit mit dem NOI Techpark würden Projekte umgesetzt, die sowohl Betriebe als auch Bürger schneller und gezielter informieren sollen. Ebenso positiv bewerten die Vertreter die neue Form der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Der regelmäßige und konstruktive Austausch mit dem Bürgermeister und den zuständigen Assessoren erleichtere es, handwerksrelevante Themen einzubringen und praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Ein weiterer Fortschritt sei die Einigung zwischen Stadt, Taxiunternehmen sowie Mietwagenanbietern mit Fahrer über die kommunale Ausschreibung zur Erhöhung der Lizenzen. Damit sei ein langjähriger Konflikt beigelegt worden.
Trotz der positiven Entwicklung sehen die Verbände weiterhin große Herausforderungen. Vor allem die Suche nach geeigneten Gewerbeflächen und die angespannte Wohnraumsituation blieben zentrale Problemfelder. Hohe Wohnkosten erschwerten es vielen Betrieben zunehmend, qualifiziertes Personal zu finden und zu halten.
Die Verbandsvertreter betonen, dass diese Aufgaben nur langfristig lösbar seien und eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land erforderten. Begrüßt wird in diesem Zusammenhang, dass die Stadt regelmäßig einen Wirtschaftstisch einberuft und die Interessenvertretungen aktiv einbindet. Man wolle die eigene Erfahrung weiterhin einbringen, um gemeinsam Projekte umzusetzen, die den Betrieben rasch und konkret zugutekommen.






