von lif 31.01.2026 09:54 Uhr

US-Regierung gibt Millionen Epstein-Seiten frei

Die US-Justiz hat in der Epstein-Affäre mehr als drei Millionen Seiten Material veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach am Freitag von einem „Abschluss eines sehr umfassenden Prozesses“. Darin enthalten sind laut Behörde auch mehr als zweitausend Videos und 180.000 Fotos. Die Dokumente liegen jetzt auf einer Webseite des Justizministeriums.

Bild: APA/AFP

Die Freigabe war schon seit Mitte Dezember überfällig. Die Trump-Regierung begründet die Verzögerung mit dem Schutz der Opferidentitäten: Viele Stellen sind geschwärzt, darunter auch pornografische Bilder. Prominente Namen wie Donald Trump, Bill Gates, Elon Musk oder Prinz Andrew wurden hingegen nicht geschwärzt, betonte das Ministerium. 

In den Akten tauchen wiederholt Vorwürfe und E-Mails auf, die schon bekannt waren. So wird Epstein zitiert, er habe Bill Gates Drogen besorgt und heimliche Treffen mit verheirateten Frauen ermöglicht. Die Gates-Stiftung nennt das aber „absolut absurde und falsche Behauptungen“. Elon Musk fragte in einer Nachricht nach der „wildesten Party“ auf Epsteins Insel. Prinz Andrew soll Epstein 2010 in den Buckingham-Palast eingeladen haben.

Das FBI listet zudem anonyme Hinweise zu Trump auf, die als unglaubwürdig eingestuft wurden. Keiner der Genannten wurde bisher offiziell angeklagt.

Jeffrey Epstein wurde 2008 und 2019 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt bzw. festgenommen. Er starb offiziell durch Suizid als er in Haft war. Die neuen Dokumente sollen mehr Transparenz bringen, lösen viele Fragen aber trotzdem nicht.

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