Tourismuspolitik in der Kritik: NEOS fordern echte Lösungen für Tirol

„Außer Jubelmeldungen über die beste Saison aller Zeiten bei Wirtschaftskammerempfängen hört und sieht man vom Tourismuslandesrat nichts“, kritisiert NEOS-Tourismussprecher Dominik Oberhofer. Besonders schwer wiege für ihn, dass es in den vergangenen zwölf Monaten keine einzige Initiative von Mario Gerber im Tiroler Landtag zum Thema Tourismus gegeben habe. „Während wir NEOS liefern“, so Oberhofer.
Bund greift ein, Land schaut zu
Auf Bundesebene seien trotz Sparzwängen wichtige Schritte gesetzt worden, um die Tourismusbranche zu unterstützen. Dazu zählen ein Beschäftigungsfonds in Höhe von jährlich 6,5 Millionen Euro zur besseren Ausbildung von Mitarbeitern, eine deutliche Erhöhung der Saisonnierskontingente, weniger Bürokratie bei Beschäftigungsbewilligungen sowie Entbürokratisierungen bei Brandschutzbestimmungen für Betriebe. Vieles davon sei umgesetzt worden, reiche jedoch noch nicht aus.
Aus Sicht der NEOS brauche es dringend weitere Entlastungen, vor allem bei Steuern und Bürokratie. „Doch genau an diesem Punkt fühlen wir uns als NEOS, und mit uns die Betriebe, von Landesrat Gerber völlig allein gelassen“, hält Oberhofer fest.
„Super Mario ist Game Over“
Während andere Landesräte, wie Kärntens Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnigg, aktiv die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung suchen und an Reformen arbeiten, sei von Mario Gerber weder in Tirol noch in Wien etwas zu sehen oder zu hören. Für Oberhofer ist die Bilanz eindeutig: „Super Mario ist Game Over.“
Gerade in einer Phase, in der der Tourismus laut NEOS zu Unrecht als Inflationstreiber dargestellt werde, brauche die Branche eine starke Stimme in der Landesregierung. Stattdessen würden hausgemachte Probleme den Standort belasten. Als besonders gravierend nennt Oberhofer die Explosion der Energiepreise, für die die Tiroler Landesregierung hauptverantwortlich sei und die die Betriebe massiv treffe.
Auch bei Betriebsübernahmen orten die NEOS große Defizite. Die Wirtschaftsförderung habe bislang nicht dazu beigetragen, dass junge Menschen Betriebe übernehmen oder neu gründen. „Hier braucht es echte Lösungen. Weil wir den Tourismusstandort auf Dauer massiv schädigen“, warnt Oberhofer. Der Tiroler Tourismus lebe derzeit von seiner Substanz, doch die Herausforderungen der kommenden Jahre seien gewaltig. Darauf müssten Bundes- und Landesregierung endlich reagieren, so Oberhofer abschließend.
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