Drogentod von 14-Jähriger vor Wiener Gericht

Der Erstangeklagte hatte seine Lebensversicherung aufgelöst, um an diesem 4. Juni eine Drogenparty mit seinen Freunden zu feiern. Unter anderem wurde Kokain, Marihuana, MDMA und Ecstasy besorgt. Die 14-Jährige, bei den 18-Jährigen handelt es sich um ihre Ex-Freunde, dürfte schon im Vorfeld Suchtgift konsumiert haben. In ihrem Blut wurde nämlich eine Substanz gefunden, die auch als rosa Kokain bezeichnet wird. Das wurde allerdings nicht bei den Drogen in der Wohnung später sichergestellt.
Im Bad zusammengebrochen
Um 23.00 Uhr schickte die 14-Jährige aus dem Bad ihrem jetzigen Freund über Snapchat eine Nachricht, dass sie ziemlich zugedröhnt sei. Dort dürfte sie dann zusammengebrochen und aus dem Mund geblutet haben. Da hatte sie nach Angaben der 18-Jährigen schon keinen Puls mehr. Der Vorwurf der Anklage war, dass die beiden erst dann die Rettung geholt hatten, nachdem sie das Suchtgift verschwinden haben lassen.
Die 14-Jährige wurde mit einer Drogenüberdosis in ein Kinderkrankenhaus gebracht, ehe sie wenige Tage später am 8. Juni wegen schwerer Hirnschädigungen aufgrund von Sauerstoffunterversorgung verstarb. Laut Gerichtsmedizinerin Katharina Stolz soll das Mädchen Unmengen Kokain und MDMA, aber auch Rückstände von Ketamin im Körper gehabt haben. Laut Aussage der 18-Jährigen soll sie drei Lines Kokain in ihrem Beisein gezogen haben. Allerdings verschwiegen die jungen Männer den Rettungssanitätern, die gegen 0.30 Uhr geholt wurden, dass Unmengen von Drogen in dieser Wohnung genommen wurden.
Der Rettungseinsatz hielt die beiden 18-Jährigen nicht davon ab, weiter Party zu machen. Sie holten danach Nachschub von ihrem Dealer und setzten den Konsum fort, sodass der Erstangeklagte auch wegen einer Überdosis im Spital behandelt werden musste. Beiden wurden Bewährungshilfe und eine Drogentherapie auferlegt.
APA
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