Südtirol lernt von Graz

In Südtirol stehen derzeit in 78 Seniorenwohnheimen insgesamt 4.775 Betten zur Verfügung, davon 533 für Menschen mit Demenz. „Die Pflege zu Hause wird aufgrund der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels zum Schlüsselsystem der kommenden Jahrzehnte. Wir wollen die Pflege auch in Südtirol innovativ weiterentwickeln, damit Menschen dort alt werden können, wo sie es wünschen“, betonte Pamer.
Im Zentrum der Studienreise standen Einrichtungen der geriatrischen Gesundheitszentren Graz. Besichtigt wurden unter anderem das Pflegewohnheim Peter Rosegger, das in acht Wohngemeinschaften organisiert ist und großen Wert auf Selbstständigkeit und Alltagsgestaltung der Bewohner legt, sowie das Albert-Schweitzer-Trainingszentrum. Dieses bietet Schulungen für pflegende Angehörige an und vermittelt Wissen und praktische Kompetenzen für den Umgang mit herausfordernden Pflegesituationen. Besonders beeindruckt zeigte sich Pamer von den vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangeboten, etwa zu Wohnraumanpassungen und Demenz. „Das ist eine wichtige Entlastung für Angehörige und ein wertvoller Beitrag zur Qualität der Pflege“, so die Landesrätin.
Weitere Stationen waren die Innovationsabteilung des Gesundheitszentrums, die Albert-Schweitzer-Tagesklinik mit Reha-Abteilung sowie das Haus Esther, in dem Pflege- und Hilfsangebote der Stadt Graz gebündelt werden. Im Schauraum „Leichter Leben Raum“ werden zudem KI-gestützte Technologien erprobt, die den Alltag älterer Menschen und die Arbeit der Pflegekräfte erleichtern sollen.
Die Eindrücke aus Graz sollen nun ausgewertet werden. Ziel ist es, innovative Pflegemodelle und technologische Lösungen auch für Südtirol zu prüfen und – wo sinnvoll – umzusetzen. „Die Beispiele zeigen, wie moderne Pflege organisiert und weiterentwickelt werden kann“, lautete das gemeinsame Fazit der Delegation.






