von mmh 28.01.2026 07:52 Uhr

Gedenkstein für Sepp Kerschbaumer wieder in neuem Glanz

Anlässlich des 30. Todestages von Sepp Kerschbaumer errichtete der Südtiroler Heimatbund im Jahr 1994 nahe dessen Geburts- und Wohnhaus in Frangart einen Gedenkstein. Gewidmet ist er Sepp Kerschbaumer, Freiheitskämpfer und Anführer des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS), der am 7. Dezember 1964 im Kerker von Verona ums Leben kam.

(Bild: Südtiroler Heimatbund)

Initiiert wurde das Denkmal von den ehemaligen Häftlingen Hans Stieler und Hans Stampfl gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Südtiroler Heimatbundes. Der ausgewählte Porphyrstein stammt aus dem Außenbereich von Schloss Sigmundskron und wurde von Stampfl und Stieler persönlich ausgesucht. Eine in Bronze gegossene Gedenktafel erinnert seither an Leben und Leidensweg Kerschbaumers.

Auf der Tafel ist unter der Überschrift „Der Tiroler Freiheitskämpfer“ sein Bild sowie folgende Inschrift verewigt:
„SEPP KERSCHBAUMER, geboren in Frangart am 9. November 1913. Erdrückt vom Joch und Leid der politischen Fremdherrschaft über Land und Volk unserer südlichen Tiroler Heimat.
Er starb am 7. Dezember 1964 im Kerker von Verona.“

Bronzetafel fachgerecht gereinigt

Über die Jahrzehnte hinweg hatte die Gedenktafel sichtbar unter Wind und Wetter gelitten. SHB-Obmann Roland Lang erklärte, dass die Inschrift zunehmend verblasst gewesen sei. Auf seine Anfrage hin stellte Karl Larcher vom Bestattungsunternehmen Larcher den Kontakt her, worauf Mitarbeiter Luis Meraner die Bronzetafel mit einem Spezialmittel fachgerecht reinigte. Beide verzichteten bewusst auf ein Honorar und bezeichneten ihre Arbeit als Ehre gegenüber dem Freiheitskämpfer.

Ehrenamtlicher Einsatz für das Gedenken

Roland Lang nutzte die Gelegenheit auch, um weiteren Unterstützern zu danken. So pflegt Kurt Tartarotti regelmäßig die Grünfläche rund um den Gedenkstein. Ebenso hob Lang das Engagement von Malermeister Norbert Telfner hervor, der im November 2025 die Gedenktafel für die Freiheitskämpfer am Friedhof von St. Pauls kostenlos ausbesserte und neu bemalte.

Nicht nur die alljährliche Gedenkfeier am 8. Dezember in St. Pauls, die stets auf große Teilnahme stößt, sondern auch diese Initiativen zeigten, dass Widerstand und Opfer der sechziger Jahre in Südtirol bis heute nicht vergessen seien, betonte Roland Lang abschließend im Namen des Südtiroler Heimatbundes.

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