von mmh 27.01.2026 14:32 Uhr

Abwerzger scharf gegen ÖVP: „Ignoranz und Schönrederei“ bei Polizeireform

In Tirol sorgt das geplante Dienstzeit-Modell des Innenministeriums für heftige Kritik seitens der FPÖ. Landesparteiobmann und Landtagsabgeordneter Mag. Markus Abwerzger attackiert den Tiroler ÖVP-Klubobmann Mag. Jakob Wolf scharf und bezeichnet die Reform als „schwarzen Faustschlag für die Beamten“.

Bild: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Unmut bei Exekutivbeamten

Abwerzger wirft Wolf „Ignoranz und Schönrederei“ vor. Seiner Ansicht nach rücke der ÖVP-Politiker auf Knopfdruck von Innenminister Gerhard Karner aus, um die Arbeitsbedingungen der Polizei zu beschönigen. Tatsächlich zeigen die Proteste der Exekutivbeamten und der Polizeigewerkschaft im Bundesland Tirol, dass das geplante Modell auf massive Ablehnung stößt.

„Die Einkommen im öffentlichen Dienst, sei es bei Polizei, Bundesheer, Justizwache oder anderen Bundesbehörden, stehen in keiner Relation zu den Lebenshaltungskosten im Westen Österreichs, insbesondere in Tirol und Vorarlberg“, so Abwerzger. Der Unmut der Beamten sei daher mehr als verständlich.

Forderung nach West-Zuschlag und Besoldungsreform

Abwerzger fordert eine grundlegende Besoldungsreform beim Bund und einen spürbaren „West-Zuschlag“ für Exekutivbeamte, Bundesheerbedienstete, Zoll- und Justizwache. Ziel sei es, nicht nur die Lebenshaltungskosten auszugleichen, sondern auch das Interesse an Jobs im Bundesdienst wieder zu steigern.

„Seit Jahren thematisieren wir diese Problematik im National- und Bundesrat sowie im Landtag, doch ein wirkliches Umdenken in den Ministerien bleibt aus“, kritisiert Abwerzger abschließend. Das geplante Dienstzeit-Modell könnte daher laut FPÖ die ohnehin angespannte Stimmung unter Tirols Beamten weiter verschärfen.

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