Volksschule Ginzling vor dem Aus

Für Ortsvorsteher Rudolf Klausner ist die Schule weit mehr als eine Bildungseinrichtung: Sie sei ein zentraler Bestandteil des Dorflebens. Entsprechend groß ist die Enttäuschung im Ort, zumal beim Bau des Schulgebäudes Ende der 1990er-Jahre noch mehr als 40 Kinder unterrichtet wurden. Klausner warnt, dass ohne Kinder im Dorf das soziale Leben massiv leiden würde, auch wenn man rechtlich kaum Spielraum habe.
Trotz Bemühungen von Eltern, Lehrern und Gemeindevertretern gilt ein Erhalt der Schule als unwahrscheinlich, da laut Gesetz im Dreijahresschnitt mindestens zehn Kinder notwendig wären. Auch Bildungsdirektor Paul Gappmaier zeigte Verständnis für die emotionale Situation, verwies jedoch auf begrenzte personelle Ressourcen und den höheren Bedarf an Lehrkräften in größeren Schulen.
Während Kinder und Eltern die familiäre Lernatmosphäre der Kleinschule schätzen, rückt ein Schulwechsel immer näher. Sollte es zur Schließung kommen, müssten die Kinder künftig einen über zehn Kilometer langen Schulweg auf sich nehmen. Ein letzter Gesprächstermin mit Bildungslandesrätin Cornelia Hagele Ende Jänner soll noch Klarheit bringen.
Andreas Raffeiner





