von lif 23.01.2026 16:46 Uhr

Über 38 Millionen Nächtigungen und was das bedeutet

Südtirol hat im Jahr 2025 einen neuen Rekord bei den Übernachtungen hingelegt. Laut dem Bericht dem Landesinstitut für Statistik (ASTAT) wurden über 38 Millionen Nächtigungen gezählt. Das entspricht einem Plus zum Vorjahr, trotz einiger Herausforderungen.

Bild von Engin Akyurt auf Pixabay

Im gesamten Jahr 2025 erreichten die Übernachtungen in Südtirol über 38 Millionen. Das ist ein neuer Rekord und übertrifft das Vorjahr. Im Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober allein gab es knapp 23,6 Millionen Übernachtungen. Ein Plus von drei Prozent, bei fast 5,6 Millionen Ankünften, die um 3,9 Prozent stiegen, so die vorläufigen Zahlen des ASTAT. Besonders stark war der Juli mit 995 Tausend Ankünften und 4,8 Millionen Nächtigungen. Im August lagen die Werte bei 1,2 Millionen Ankünften und 5,9 Millionen Nächtigungen. Der Mai startete mit 500 Tausend Ankünften und 1,8 Millionen Nächtigungen, was ein Minus von 15,4 Prozent bei Ankünften und 21,6 Prozent bei Nächtigungen zum Vorjahr bedeutete. Im November gab es Zuwächse bei Ankünften und Nächtigungen, wie Barfuss.it mitteilt.

Woher die Gäste kommen

Die meisten Gäste kamen aus Deutschland. Im Mai machten sie 59 Prozent der Nächtigungen aus, Italien folgte mit zwölf Prozent. Im November lagen die Anteile bei 39,3 Prozent für Deutschland und 36,3 Prozent für Italien. Internationale Gäste trieben den Sommer-Boom voran, wie die SWZ berichtet.

Wachstum seit 2020

Seit dem Corona-Jahr 2020 hat sich der Tourismus in Südtirol stark erholt. Zwischen Januar und Oktober 2025 wurden über 34,4 Millionen Nächtigungen gezählt, ein Plus von 2,4 Prozent zum Vorjahr. Die Sommersaison war besonders stark mit 5,6 Millionen Gästen. Im Vergleich zu Nordtirol, wo im Tourismusjahr 2024/2025 knapp 49,6 Millionen Nächtigungen bei etwa 760 Tausend Einwohnern verzeichnet wurden, liegt Südtirol mit rund 533 Tausend Einwohnern bei etwa siebzig Nächtigungen pro Kopf. Platz drei in der EU, hinter griechischen Inselregionen. Salzburg kommt auf etwa 30 Millionen Nächtigungen und rund 54 pro Kopf.

Regionale Hotspots

Viele Nächtigungen entfallen auf das Burggrafenamt. So waren es im Mai 38,6 Prozent. Meran ist die Spitzen-Gemeinde mit 117 Tausend Nächtigungen im Mai allein. Die Daten zeigen, dass die Dolomiten und das Vinschgau stark nachgefragt sind, während das Unterland und Bozen eher Tagesbesucher anziehen.

Hohe Intensität in den Tälern

Mit 70 Nächtigungen pro Einwohner spürt Südtirol den Tourismusdruck stark. Der Sektor bringt Einnahmen, schafft Jobs und belebt unsere Täler. Gleichzeitig warnen Berichte vor Überlastung: Mehr Verkehr, höhere Preise und Druck auf die Natur. Der Wintersaison in Nordtirol half ein Plus von 1,5 Prozent, zeigt die Landesstatistik Tirol. In Südtirol bleibt der Boom trotz eines kühleren Frühlings stabil.

Ausblick 2026: Mehr Steuern und Nachhaltigkeit?

Für 2026 plant die Provinz höhere Ortstaxen in Bozen und Debatten um Bettenstopps, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Olympia-Nachwirkungen in den Dolomiten könnten den Winter boosten. Laut IDM Südtirol dienen die Statistiken als Grundlage für strategische Entscheidungen, um Mensch und Umwelt zu schützen.

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