von mmh 22.01.2026 18:47 Uhr

Klare Ansage aus dem Schützenwesen: Parteipolitik hat hier keinen Platz

Nach der basisdemokratischen Entscheidung innerhalb des Tiroler Schützenwesens zur Frage der Gewehrschützinnen(UT24 hat berichtet) übt der Bund der Tiroler Schützenkompanien scharfe Kritik an parteipolitischen Reaktionen. In einer Medieninformation betont der Verband, dass das Votum klar ausgefallen sei und in einer pluralistischen Demokratie zu respektieren sei.

APA/EXPA/ JOHANN GRODER

Die Entscheidung sei offen diskutiert und demokratisch getroffen worden. Jede abgegebene Stimme verdiene Respekt – auch jene, die eine andere Position vertreten habe. Damit sei der Auftrag der Basis eindeutig.

Klare Absage an Parteipolitik

Deutliche Worte findet Landeskommandant Thomas Saurer zu aktuellen politischen Reaktionen: Der Versuch, gewachsene Traditionen parteipolitisch zu instrumentalisieren oder das Schützenwesen als Druckmittel in tagespolitischen Auseinandersetzungen zu missbrauchen, werde entschieden zurückgewiesen. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien sei ein überparteilicher Traditions- und Werteverband, politische Parteien hätten sich aus internen Verbandsangelegenheiten herauszuhalten.

Kritik an Drohungen und Symbolpolitik

Auch Bundesgeschäftsführer Kurt Mayr warnt vor einer Grenzüberschreitung. Ankündigungen, Schützen von landesüblichen Empfängen „abkommandieren“ zu wollen oder die Teilnahme an offiziellen Anlässen von parteipolitischen Forderungen abhängig zu machen, seien keine sachliche Debatte. Vielmehr handle es sich um Einmischung und Symbolpolitik auf dem Rücken jener Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich für Tirol engagieren.

Der Verband appelliert abschließend an Politik und Öffentlichkeit, demokratische Entscheidungen zu akzeptieren und das Tiroler Schützenwesen nicht für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen.

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