Tiroler Schützen lehnen Gewehrdienst für Frauen ab

Die Entscheidung fiel im Rahmen einer geheimen Briefwahl, die zwischen 1. Dezember 2025 und 15. Jänner 2026 durchgeführt wurde. Von 322 Wahlberechtigten gaben 299 ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 92,86 Prozent entspricht. 260 Stimmen (86,96 Prozent) entfielen auf die Beibehaltung des bisherigen Zustandes, 38 Stimmen (12,71 Prozent) sprachen sich für eine Öffnung aus, eine Stimme war ungültig.
Ausgangspunkt der Abstimmung waren Anträge zweier Mitgliedskompanien, Frauen künftig als Gewehrschützinnen zuzulassen. In einem mehrstufigen Diskussionsprozess wurde die Frage auf Verbandsebene behandelt und schließlich allen stimmberechtigten Mitgliedern zur Entscheidung vorgelegt.
Der beschlossene Grundsatz gilt nun als verbindliche Leitlinie für den gesamten Verband. Gleichzeitig betont die Bundesleitung, dass Frauen im Tiroler Schützenwesen vollwertige Mitglieder sind und in Vereinsfunktionen, Organisation, Jugendarbeit und sozialem Engagement eine tragende Rolle spielen. An dieser Wertschätzung ändere der Beschluss nichts.






