von lif 21.01.2026 15:19 Uhr

Landesregierung wurde zum „Sautner Flitschelarlauf“ eingeladen

Wenn „Flitschelar“, „Fetzelar“, „Schallelar“ und „Singeslar“ im Ötztal zusammenkommen, dann steht der „Sautner Flitschelarlauf“ vor der Tür. Die Tiroler Landesregierung empfing kürzlich im Landhaus in Innsbruck eine Gesandtschaft der „Sautner Maschgarar“ (Bezirk Imst). 

Gruppenfoto der Sautner Delegation gemeinsam mit Mitgliedern der Landesregierung (© Land Tirol/Hörmann)

Im Zuge des Besuchs konnten die Regierungsmitglieder das traditionelle Brauchtum hautnah erleben und wurden zum Umzug am 15. Februar in Sautens eingeladen. „Ich habe mich sehr über den Besuch der ‚Sautner Maschgarar‘ im Landhaus und die persönliche Einladung nach Sautens gefreut. Der Flitschelarlauf ist ein eindrucksvolles Beispiel für die lebendige Tiroler Brauchtumskultur, in der Geschichte, Gemeinschaft und Identität auf einzigartige Weise zusammenkommen. Solche Traditionen zeigen, wie stark unsere Dörfer in ihren Werten verwurzelt sind und wie wichtig das gemeinsame Pflegen dieses kulturellen Erbes für kommende Generationen ist“, betont Landeshauptmann Anton Mattle.

Der Flitschelarlauf findet alle drei Jahre statt und markiert den krönenden Abschluss der Fasnachtszeit in Sautens. Das Brauchtum lässt sich in seinen Grundzügen bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Erste schriftliche Hinweise auf das „Maschgarn“ in Sautens stammen aus dem Jahr 1823, wobei von deutlich älteren, mündlich überlieferten Formen auszugehen ist. In seiner heutigen Gestalt entwickelte sich der Lauf ab dem frühen 20. Jahrhundert, insbesondere ab 1925, als feste Maskenfiguren und klare Abläufe etabliert wurden.

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