Rentnergewerkschaften drängen auf Ernennung des Seniorenanwalts

Gesetz seit Jahren in Kraft, Funktion fehlt weiterhin
Die Rentnergewerkschaften von AGB/CGIL, SGBCISL, SGK/UIL und ASGB fordern die Provinz Bozen auf, unverzüglich den Seniorenanwalt zu ernennen. Diese Funktion ist im Landesgesetz Nr. 12 vom 6. Oktober 2022 zur Förderung und Unterstützung des aktiven Alterns in Südtirol vorgesehen, wurde bislang jedoch nicht besetzt.
Wie die Gewerkschaften in einer Presseaussendung betonen, sind seit der Verabschiedung des Gesetzes mehr als drei Jahre vergangen. Der Seniorenanwalt soll eine zentrale Rolle beim Schutz der Rechte älterer Menschen übernehmen, altersbedingte Diskriminierungen überwachen und bekämpfen, Meldungen über Gewalt und Misshandlung bearbeiten sowie sicherstellen, dass die Bedürfnisse älterer Menschen in der Landespolitik angemessen berücksichtigt werden.
Forderung nach klarer Verantwortung und ausreichenden Ressourcen
„Ältere Menschen in Südtirol brauchen eine institutionelle Anlaufstelle, die ihren Anliegen Gehör verschafft und ihre Rechte schützt“, erklären die Rentnergewerkschaften. Unverständlich sei daher, warum die Ernennung weiterhin hinausgezögert werde – insbesondere nachdem die offenen Fragen im Zusammenhang mit dem vom Landtagspräsidenten Arnold Schuler vorgeschlagenen und später zurückgenommenen Gesetz über die Ombudsbeauftragten als geklärt galten.
Die Gewerkschaften unterstreichen zudem, dass sie zu den Ersten gehörten, die die Verankerung dieser Funktion im Gesetz über das aktive Altern gefordert haben. Bereits während der Ausarbeitung des Gesetzes sei die Einführung des Seniorenanwalts nach dem Vorbild der Gleichstellungsrätin sowie des Kinder- und Jugendanwalts ausdrücklich begrüßt worden.
Abschließend fordern die Rentnergewerkschaften, dass den Ankündigungen nun konkrete Schritte folgen. Das Land Südtirol solle die Ernennung zügig vornehmen und dem Seniorenanwalt die notwendigen Ressourcen sowie die erforderliche Autonomie zur Verfügung stellen, damit das Mandat wirksam ausgeübt werden könne.






