von ih 20.01.2026 14:18 Uhr

„Muss es erst Tote geben, bevor gehandelt wird?“

Nach einem erneuten Zwischenfall in der Innsbrucker Einrichtung Nikado fordert die FPÖ dringende Maßnahmen zum Schutz der dort Beschäftigten. Ein Mitarbeiter musste nach einem Angriff durch einen Klienten, der ihm eine Flasche an den Kopf warf, von der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden.

Reini Happ.

FPÖ-Gemeinderat Reini Happ zeigt sich angesichts des Vorfalls alarmiert: „Muss es erst Tote geben, bevor gehandelt wird?“ Bereits mehrfach habe seine Partei im Gemeinderat auf die aus ihrer Sicht unzumutbaren Zustände in der Notschlafstelle und im Nikado hingewiesen. „Die Empörung war groß – aber nicht über die Missstände selbst, sondern darüber, dass ich sie offen angesprochen habe“, so Happ. Seitdem sei jedoch nichts passiert, die Hilferufe der Mitarbeiter würden weiterhin ignoriert.

Kritik übt Happ vor allem an der personellen Unterbesetzung und am Fehlen von Sicherheitskräften. Weder für den Schutz der Angestellten noch für jenen der Klienten gebe es ausreichend Vorkehrungen. Gespräche mit Vizebürgermeister Georg Willi (Grüne) sowie Hinweise an Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ) hätten bislang keine konkreten Maßnahmen nach sich gezogen. Auch ein Termin mit dem zuständigen Geschäftsführer sei trotz monatelanger Bemühungen nicht zustande gekommen.

„Es scheint die Verantwortlichen nicht zu interessieren, wie gefährlich die Situation mittlerweile ist“, sagt Happ und fragt, was noch passieren müsse, bis gehandelt werde. Die FPÖ fordert daher, den Schutz der Mitarbeiter in den betroffenen Einrichtungen an oberste Stelle zu setzen. Die Sicherheitslage werde zunehmend prekärer, warnt Happ, und auch die Kommunikationsprobleme mit bestimmten Klientengruppen würden die Situation zusätzlich erschweren.

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