von mmh 18.01.2026 10:26 Uhr

Südtirol, Bayern und Österreich starten gemeinsame Forschungsprojekte

Mit einer neuen Form der Zusammenarbeit setzen Südtirol, Bayern und Österreich ein starkes Zeichen für die Zukunft der Landwirtschaft. Erstmals finanzieren die Agrarressorts der drei Partner-Länder gemeinsam grenzüberschreitende Forschungsprojekte. Insgesamt stehen dafür 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, praxisnahe Lösungen für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie für die Wasserwirtschaft im Alpenraum zu entwickeln.

Austausch auf der Grünen Woche in Berlin (Foto: LPA/Henning Schacht/StMELF)

Drei Projekte, ein gemeinsames Ziel

Nach einer gemeinsamen Ausschreibung im Vorjahr wurden drei Forschungsprojekte ausgewählt. Bereits im Jänner startet das erste Projekt, das sich mit klimafitten Bohnen- und Hirsearten beschäftigt. Zwei weitere Projekte folgen im März und setzen ihren Schwerpunkt auf Ressourcenschonung sowie Kreislaufwirtschaft. Alle Vorhaben sind darauf ausgerichtet, konkrete Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels und des steigenden Innovationsdrucks zu liefern – direkt anwendbar für landwirtschaftliche Betriebe in den beteiligten Regionen.

Austausch auf der Grünen Woche in Berlin

Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin trafen sich am 16. Jänner Vertreter aus Südtirol, Bayern und Österreich zu einem gemeinsamen Austausch. Südtirols Land- und Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher betonte dabei, dass die Herausforderungen durch Klimawandel und Innovation nicht an Landesgrenzen enden. Gerade deshalb sei es entscheidend, gemeinsam in praxisnahe Forschung zu investieren. Die gemeinsame Finanzierung ausgewählter Projekte sei ein klares Bekenntnis zu enger Zusammenarbeit im Alpenraum und zu Lösungen, die direkt bei den Betrieben ankommen.

Auch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hob die Bedeutung der Kooperation hervor. Weder geopolitische Herausforderungen noch der Klimawandel machten an Grenzen halt. Durch das Bündeln der Kräfte werde die Resilienz der Regionen gestärkt, die Landwirtschaft zukunftsfest gemacht und zugleich die regionale Wertschöpfung erhöht – zum Nutzen der Bevölkerung in allen drei Partner-Ländern.

Der österreichische Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft Norbert Totschnig unterstrich, dass die grenzüberschreitenden Projekte eine gezielte und praxisnahe Forschung ermöglichen. Themen wie Klimawandel, Versorgungssicherheit und Kreislaufwirtschaft könnten gemeinsam effizienter erforscht werden. Damit leisten die Projekte einen wichtigen Beitrag zu einer positiven ökologischen und ökonomischen Entwicklung in Südtirol, Bayern und Österreich.

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